Alle Beiträge von Dr. Claudia Nichterl

Kalziumbedarf ohne Milchprodukte decken? Geht das?

… oder „Wie Du Deinen Körper optimal mit integrativer Ernährung unterstützt“ 

Doch gleich zu Beginn: Was ist Kalzium und warum ist es so wichtig?
Kalzium macht Knochen stark

Kalzium ist der wichtigste Bestandteil unserer Knochen und Zähne und der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff in unserem Körper. Zu 99 % ist das im Körper vorhandene Kalzium in den Knochen gespeichert, nur etwa 1 % zirkuliert im Blut und Gewebe. Knochen bestehen aus einem Eiweißgerüst, in dem die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor eingelagert sind. Kalzium gibt dem Skelett die nötige Stabilität, dient aber auch der Regulation der Blutgerinnung, der Muskelkontraktion und der Stabilisierung von Zellmembranen. Idealerweise bekommst Du ausreichend Kalzium über Deine Ernährung.

Wieviel Kalzium brauchen wir, um gesund zu bleiben?

Kalzium ist ein entscheidender Mineralstoff für die Knochengesundheit. Aber die Mengen für eine ausreichende Kalziumzufuhr gehen weltweit auseinander.

Wieviel Kalzium der Körper benötigt, variiert je nach Alter und Gesundheitszustand. Die ÖGE (Österreichische Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt eine Aufnahme von 1000 mg oder 1 g Kalzium pro Tag. Die Zufuhrempfehlungen für Erwachsene schwanken je nach Gesundheitsbehörde zwischen 450 und 1000 mg täglich, was die Unsicherheit über den tatsächlichen Kalzium-Tagesbedarf widerspiegelt. Während in Ländern mit hohem Milch- und Fleischkonsum die Referenzwerte im Allgemeinen sehr hoch ausfallen (z.B. Österreich: 1000 mg, USA: 800 mg), wird in asiatischen Ländern mit traditionell niedrigem Milchkonsum deutlich weniger Kalzium empfohlen (Japan und Korea: 600 mg).

Diese Uneinigkeit über den tatsächlichen Bedarf führt bei KonsumentInnen immer wieder zu Unsicherheit. Sie nährt auch den Verdacht, dass sich die Zufuhrempfehlungen nach dem Milchmarkt richten – das Angebot übersteigt bei uns deutlich die Nachfrage. Eine andere Vermutung ist, dass der steigende Konsum von tierischen Lebensmitteln eine höhere Kalziumaufnahme notwendig macht. Dazu kommt, dass der menschliche Verdauungstrakt die Resorption von Kalzium dem jeweiligen Bedarf und der zur Verfügung stehenden Menge anpasst. So ist es schwierig, eine untere Grenze des Bedarfs allgemeingültig festzulegen, da diese stark von der individuellen Lebens- und Ernährungsweise abhängt. Die Aufnahme des zugeführten Kalziums kann von 15 % – 75 % schwanken. Entscheidend ist also nicht nur der Gehalt von Kalzium in Lebensmitteln, sondern die Bilanz: Wie viel Prozent des aufgenommenen Kalziums wurden resorbiert, wie viel wieder ausgeschieden?

Starke Knochenbildung durch die richtige Ernährung

Es gibt eine Fülle an Lebensmitteln, die Kalzium enthalten. Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Nüsse und Ölsaaten (z.B. Mohn, Sesam) sind kalziumreich. Aufstriche wie Humus oder Grünkohl und Fenchel und auch Mohnkuchen sichern eine gute Kalziumversorgung.

Ob Walnüsse, Mandeln oder Pistazien – sie alle tragen zur Knochengesundheit bei. Allen voran bei den Nüssen ist übrigens die Haselnuss mit 135 mg pro Portion (60g).

Kalziumreiches Mineralwasser liefert zusätzlich einige „Milligramm-Punkte“ zur täglichen Kalzium-Skala. Speziell angereicherte Wasser liefern  > 150 mg Kalzium/Liter aufweisen. Achte beim nächsten Einkauf einfach einmal aufs Etikett.

Und ein Spaziergang in der Sonne tut nicht nur der Seele gut – er lässt den Vitamin D Spiegel steigen und verbessert dadurch die Kalziumaufnahme.

Obst und Gemüse sind aus vielen Gründen einfach spitze

  • Sie liefern viel Kalium und Vitamin K – beides wichtige Nährstoffe für die Knochen.
  • Sie sind arm an Natrium und schwefelhaltigen Aminosäuren.
  • Tofu, der mit Kalziumsulfat geronnen wurde, sowie angereicherte Sojamilch und -puddings sind wertvolle Kalziumquellen.
  • Die Kalziumaufnahme verbessert sich durch die Kombination mit Lebensmitteln, die Milchsäure enthalten. Milchsäure ist in Sauerkraut und anderen wilden Fermenten sowie in in Sauermilchprodukten enthalten.
  • Fruchtsäuren – Obst, Fruchtsaft, Zitronensaft, etc. verbessern die Aufnahme von Kalzium

Was ist nun mit der Milch?

Milch und Milchprodukte sind in Mitteleuropa mit 40% immer noch der Hauptlieferant für Kalzium. Es gibt aber vermehrt kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass Lebensmittel, die gleichzeitig viel tierisches Protein und Phosphat, aber wenig Kalzium enthalten, sich möglicherweise negativ auf die Kalziumbilanz auswirken. Hintergrund ist, dass tierisches Protein viele schwefelhaltige Aminosäuren enthält, die den Kalziumverlust erhöhen. Auch in Kuhmilch kommen diese Aminosäuren vor. Obwohl Milch relativ viel Kalzium enthält, stellt sie – entgegen anders lautendem Image – also keine überragende Kalziumquelle dar, weil das Kalzium nur zu geringem Anteil vom Körper genutzt werden kann.

Den besten Effekt auf die Kalziumbilanz haben Hartkäse wie Emmentaler oder Parmesan. Bei Erwachsenen wird der Tagesbedarf an Kalzium bereits durch den Verzehr von 100 g Emmentaler oder Bergkäse (45 % F.i.T.) gedeckt. Hartkäse empfehle ich nur eingeschränkt . Er enthält viel unerwünschtes gesättigtes Fett und ähnlich wie Fertigprodukte oder Wurstwaren hat Käse auch einen relativ hohen Salzgehalt, wodurch wiederum Kalziumverluste gefördert werden.

TIPP #1

Wichtig ist es, kalziumreiche Lebensmittel nicht auf einmal, sondern über den Tag verteilt zu essen.

TIPP #2

Genau wie die Muskeln brauchen auch unsere Knochen eine stetige Beanspruchung, um kräftig zu bleiben. Bewegung verbessert nachweislich die Absorption von Kalzium.

Was passiert bei Kalziummangel?

Wird nicht genug Kalzium mit der Nahrung zugeführt – oder wenn es nicht ausreichend vom Körper aufgenommen werden kann – wird Knochensubstanz abgebaut.

Der Körper greift seine eigenen Speicher an, um ausreichend Kalzium für andere wichtige Körperfunktionen (z.B. Reizübertragung und Muskelkontraktion) zur Verfügung zu stellen. >> Eine adäquate Versorgung mit Kalzium, ist insbesondere zur Osteoporose-Vorbeugung wichtig!

Osteoporose –auch als Knochenschwund bezeichnet – ist eine Erkrankung des Knochens und zählt laut WHO zu den 10 wichtigsten Erkrankungen. Es handelt sich um einen übermäßig raschen Abbau der Knochensubstanz, der den Knochen für Brüche anfälliger macht. Aufgrund ihrer Häufigkeit wird Osteoporose mittlerweile als Volkskrankheit eingestuft und ist bei Frauen nach den Wechseljahren und bei älteren Personen generell weit verbreitet. Osteoporose entsteht häufig durch eine unzureichende Knochenbildung in jungen Jahren oder einem beschleunigten Abbau im Alter.

In der TCM wird der Abbau der Knochenmasse und des Knochengewebes als ganz natürlicher Prozess gesehen. Die Schwäche der Nierenenergie, die mit zunehmenden Alter abnimmt ist dafür verantwortlich. Wie du den Funktionskreis Niere optimal unterstützen kannst, lernst Du im Lehrgang zur integrativen Ernährungsexpertin.

Hier ein kleiner Tipp zum gleich Ausprobieren: Bereite dir einen Salat aus  schwarzen Bohnen zu und ergänze ihn mit Wakame Algen und schwarzem Sesam oder Mohnsamen >>> black is beautiful 🙂

 

Kalzium Steckbrief

Wichtig für: Knochen, Zähne, Reizübertragung, Muskelkontraktion, Zellmembranen, Blutgerinnung
Tagesbedarf: 1000 mg laut ÖGE
Mangelerscheinungen: Knochenerkrankungen: Osteomalazie, Osteoporose (im Alter), Rachitis (bei Kindern)
Überdosierung: ab 2500 mg möglich (Durchfall, Harnsteine, Verkalkung)
Vorkommen: verschiedene Gemüse (insbesondere der Kohlfamilie), Mohn, Sesam, Käse, Hülsenfrüchte,  Mineralwasser und viele weitere Lebensmittel
Verfügbarkeit: Steigerung durch Vitamin D, Fruchtsäuren und Milchsäure
Hemmung: durch zu viel tierisches Eiweiß, Salz, Phosphorsäure/Phosphate, Oxalsäure, Phytinsäure/Phytate, viel Koffein, regelmäßiger Alkoholkonsum

 


Osteoporose wird zur unabwendbaren Alterskrankheit der Knochen und es gibt immer noch viele Ernährungsirrtümer bei diesem Thema.

Möchtest du deine Patienten mit den fehlenden Bausteinen noch besser unterstützen? Dir fehlen noch die wichtigen Grundlagen, weil du Ernährung nicht studiert hast und tief im Herzen spürst du, dass dieser fehlende Baustein dein Arbeit optimal ergänzen würde? Revolutioniere Dein Gesundheitsbusiness mit integrativer Ernährung.

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Claudia

 

Mehr Eisen für dein Blut

Klar,  Eisen ist ein wichtiger Bestandteil für unseren Körper, das wissen wir schon seit unseren  Kindheitstagen. Der Matrose Popeye und seine Dosen mit Spinat sollten uns diesen schmackhaft machen, damit wir gesund und kräftig bleiben. Heute wissen wir, dass Kinder oft unnötig zum Spinatkonsum „gezwungen“ wurden, weil Spinat gar keine so gute Eisenquelle ist, wie immer behauptet wurde. Der Mythos beruhte auf einem Kommafehler, alle haben abgeschrieben und diesen übernommen, das wurde inzwischen auch von der Ernährungswissenschaft korrigiert. Geblieben ist aber die Botschaft,  dass Eisen für uns wichtig ist und unsere tägliche Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst. Versorgst du deinen Körper ausreichend mit Eisen? Wir zeigen dir, welche wichtigen Funktionen Eisen im menschlichen Körper hat und wie du durch eine integrative Ernährung optimal mit diesem Spurenelement versorgt wirst.

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement

Eisen spielt eine Schlüsselrolle im Sauerstofftransport und ist ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin. Hämoglobin ist für die Blutbildung und die Färbung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen) verantwortlich und transportiert den Sauerstoff über die Lunge zum Muskel, zu unseren Organen und anderen Körpergeweben.  Eisen ist also verantwortlich für unsere Sauerstoff-Versorgung im Blut und damit auch für Leistung und Konzentration.

Eisen ist aber auch ein Bestandteil verschiedener Enzyme, die für den Energiestoffwechsel, das Immunsystem und Nervensystem verantwortlich sind. Fehlt uns Eisen, so kann es zu Mangelerscheinungen führen. Häufige Symptome sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, blasse Haut, Anämie, „restless leg syndrome“, kardiovaskuläre Symptome (Herzbeschwerden), geschwächte Immunantwort und Leistungsabfall.  Auch starker Haarausfall und aufgeplatzte Mundwinkel, die nur langsam heilen wollen, sind häufig ein Anzeichen für fehlendes Eisen.

Ursachen für Eisenmangel

Aufgrund der Tatsache, dass wir auf Eisen aus der Nahrung angewiesen sind, liegt die Ursache für Eisenmangel meist in unausgewogener Ernährung.  In Ausnahmefällen können auch Störungen im Magen-Darm-Trakt oder versteckte innere Blutungen zu einem niedrigen Eisenspiegel im Blut führen.  Die grundsätzlich eisenreiche Ernährung wird dann nicht entsprechend resorbiert und das Eisen steht nicht zur Verfügung.  Auch bei einer Krebserkrankung kann es zu ungewöhnlichen Eisenverschiebungen kommen. Eisenmangel kann auch durch eine Kombination von geringer Eisenaufnahme aus der Nahrung mit regelmäßigem Blutverlust (z.B. monatliche Menstruationsblutung) verstärkt werden. Frauen leiden daher häufiger an Eisenmangel als Männer. Auch regelmäßiges Blutspenden erhöht den Bedarf an Eisen. Die empfohlene Tagesmenge an Eisen beträgt bei Kindern 8 mg/Tag. Der Bedarf steigert sich im Alter und liegt bei Frauen bis 51 Jahren bei 15 mg/Tag und sinkt dann wieder auf 10mg/Tag ab. Männer sollten zwischen 15 und 19 Jahren 12 mg Eisen/Tag aufnehmen und ab 19 Jahren kommen sie mit 10mg/Tag aus. Einen erhöhten Bedarf haben Frauen während der Schwangerschaft (30 mg/Tag) und in der Stillzeit (20 mg/Tag).

Mit einer gesunden Darmflora und einer gesunden Ernährung ist es in der Regel kein Problem, das notwendige Eisen mit der Nahrung aufzunehmen. Bei Verdacht auf Eisenmangel solltest du aber einen Arzt hinzuziehen, vor allem wenn die Familienplanung noch nicht abgeschlossen ist. Denn unbehandelte Eisenmangelzustände und Anämien vor oder zwischen einer Schwangerschaft verschlechtern sich durch die Schwangerschaft und beeinflussen den Zustand der Frau dauerhaft negativ. Verbraucht der Körper mehr Eisen als er aufnimmt, zapft er zunächst seine sprichwörtlichen eisernen Reserven an. Das sind etwa 27 Prozent des gesamten Eisenvorrates im Körper von 4 bis 5 Gramm. Wenn die aufgebraucht sind, liegt eine so genannte Eisenmangelanämie vor – die man früher bei den Damen der höheren Gesellschaft vornehm Bleichsucht nannte. Irrtümlicherweise spricht man auch heute noch von Blutarmut. Tatsächlich aber handelt es sich nicht um zu wenig Blut, sondern um zu wenig rote Blutkörperchen. Zur Überprüfung der Eisenversorgung empfehlen Fachärzte neben der Untersuchung des Serum-Eisens auch die Feststellung des Serumferritins. Damit wird nämlich die Eisenspeicher-Kapazität überprüft, liegt der Ferritinwert unter 15 µg/l liegt ein chronischer Eisenmangel vor.

 Welche Lebensmittel liefern Eisen?

Leider ist es nicht ganz einfach, den Körper mit Eisen zu versorgen, denn das Dosieren des lebenswichtigen Minerals hat seine Tücken. Einmal verwertet der Körper je nach Bedarf einen größeren, mal einen kleineren Teil des mit der Nahrung aufgenommenen Eisens – die Menge ist also nur schwer zu berechnen. Außerdem ist pflanzliches Eisen für den Körper nicht ganz so gut verwertbar wie das Eisen aus Muskelfleisch. Pflanzliches Eisen aus Gemüse, Obst und Vollkorn ist „dreiwertig“ (FE III). Solche Eisenverbindungen werden im sauren Magensaft für die Darmschleimhaut unlöslich, der Körper kann also wenig damit anfangen und so werden nur 1-5 % des rein pflanzlichen Eisens verwertet. Allerdings gibt es positive Ausnahmen: Bei Bohnen, Sojabohnen und Sojaprodukten wird das vorhandene Eisen doppelt so gut genutzt. Außerdem gibt es eisenreiche Getreide wie Quinoa, Amaranth oder Hirse, die bei vegetarischer Ernährung einen wertvollen Beitrag zur Eisenversorgung leisten. Die so genannte Bioverfügbarkeit von Eisen verbessert sich, wenn zusätzlich Vitamin C haltige Lebensmittel verzehrt werden. Somit besteht in der Regel auch für Vegetarier keine Gefahr, an Mangelerscheinungen zu leiden. Da Vitamin C in Obst und Gemüse ausreichend vorhanden ist sind vegetarische Mahlzeiten normalerweise sehr ausgewogen

Das sogenannte Häm-Eisen (FE II, zweiwertiges Eisen) aus dunkelrotem Fleisch, wie Rind- und Schweinefleisch, sowie Fleisch vom Wild, ist für den Körper besonders gut verwertbar und wird zu etwa 30 % aufgenommen. Der Nutzen ist damit zehnmal höher als der des pflanzlichen Eisens. Eine Ausnahme ist interessanterweise Leber: Sie enthält zwar sehr viel Eisen, aber leider dreiwertiges. Deshalb solltest du zu einem Lebergericht beispielsweise einen Vitamin-C-reichen Paprikasalat essen, viel frische Petersilie darüber streuen oder ein großes Glas Orangensaft trinken.

Beispiele für Vitamin-C reiche Lebensmittel:

  • Kartoffeln
  • Kresse
  • Kren
  • Cayenne-Pfeffer
  • Petersilie
  • Hagebutte, Sanddorn, Orange, Zitrone und viele andere Früchte
  • Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl und andere Kohlarten
  • Tomaten, Paprika – im Grunde alle Gemüse

 

Leider gibt es aber auch Substanzen, die sich negativ auf die Eisenaufnahme auswirken, wie z.B. die Phytinsäure (enthalten in den Randschichten von Vollkorn, Soja, Kleie, rohe Getreidekörner), Oxalsäure (in Mangold, Spinat, Rüben, Rhabarber) und Gerbstoffe (Schwarztee, Kaffee Rotwein). Bei gleichzeitigem Verzehr wird die Eisenaufnahme leider verschlechtert. Deshalb ist Abwechslung und Vielfalt in der Ernährung wichtig. Eine ausgewogene Mischkost enthält sämtliche lebenswichtigen Nährstoffe. Kombiniere tierische und pflanzliche Lebensmittel oder achte bei vegetarischer Ernährung auf eisenreiche Zutaten bzw. auf die Ergänzung mit Vitamin C haltigen Lebensmitteln. Verfeinere   deine Speisen  . B. Salat mit Zitronensaft, Petersilie, Nüssen und Samen. Vermeide  den gleichzeitigen Verzehr von „Hemmstoffen“ und guten Eisenlieferanten und ziehe Früchtetee mit Zitronensaft dem Kaffee und Schwarztee vor.

Das sind gute Eisenquellen für dich

Eisengehalt (in mg) je 100 Gramm:

  • Rindfleisch 3, 0
  • Miesmuscheln 4, 8
  • Sojabohnen 8, 6
  • Petersilie 8, 0

Gute Eisenquellen sind auch Bierhefe, Schnittlauch, Innereien, Hirse, Quinoa, Amaranth, Brennnessel, Zinnkraut, Vollkornbrot, Weizenkeime, Hülsenfrüchte, Getreidekeime, Sesamsamen.

Tipps aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

In der TCM gibt es ein klares System von Ursache und Wirkung, in das Beschwerden eingeordnet werden können. Auch wenn Laborwerte in Ordnung sind, können gesundheitliche Probleme durch die TCM Anamnese anders zugeordnet werden.

Im Lehrgang zur Integrativen Ernährungsexpertin lernst du anhand von Puls- und Zungendiagnostik, ob eine Blutarmut vorhanden ist.

Zutaten, denen in der TCM eine blutaufbauende und stärkende Wirkung attestiert wird, sind auch bei uns bekannt oder inzwischen gut bei uns erhältlich.

Shitakepilze werden in der TCM als Medizin eingesetzt. Sie enthalten die Vitamine B1, B2, B6, D, Kalium, Kalzium, Magnesium sowie Phosphor, Eisen, Zink und alle essentiellen Aminosäuren wie vor allem Lysin und Leucin. Sie werden bei Tumorerkrankungen und für die Stärkung der Immunabwehr eingesetzt, wirken zudem cholesterinsenkend und antiviral.

Fructus Lycii (Goji-Beeren, Bocksdornfrüchte) schmecken nicht nur gut, sondern wirken auch kräftigend auf Niere und Leber, als Tonikum für Essenz (Jing) und Blut, verbessern die Sehfähigkeit, verzögern das Grauwerden der Haare und beruhigen den Geist. Als Tee oder in einem Eintopf oder Suppe sind sie ein bewährtes Hausmittel.

Chinesische Datteln (Jujube) wirken blutbildend und können gut in Suppen mitgekocht werden.

Umeboshi wird aus milchsauer-vergorenen Pflaumen (eigentlich Marillen) hergestellt. Es dient durch den Salzgehalt als Würze sowie als Verdauungshilfe, wird gegen Übelkeit und Seekrankheit eingesetzt und bei Eisenmangel. Durch die Milchsäuregärung enthält Umeboshi auch Vitamin B12, welches für Vegetarier wichtig ist.

Schwarzer Sesam ist DAS Mittel für den Blutaufbau. Es tonisiert Jing und Blut, und gilt als Mittel der Langlebigkeit und Schönheit .  Ein einfaches Rezept sind gedünstete Birnen, gefüllt mit gemörsertem schwarzem Sesam und etwas Honig.

Eisen und deine Integrative Ernährung auf einen Blick

Eisen ist für unseren Körper unverzichtbar, verantwortlich für unsere Sauerstoff-Versorgung im Blut und damit auch für unsere Leistung und Konzentration. Mit einer gesunden Darmflora und einer gesunden Ernährung kann das notwendige Eisen über die Nahrung aufgenommenen werden. Bei Verdacht auf Eisenmangel, erkennbar durch schnelle Ermüdung, ein geschwächtes Immunsystem oder starken Haarausfall, solltest du einen Arzt zu Rate ziehen. Die Aufnahme von Eisen verbessert sich, wenn zusätzlich Vitamin C haltige Lebensmittel (z.B. Kartoffeln, Petersilie, Zitronensaft) verzehrt werden. Vorsicht ist geboten bei Substanzen, die sich negativ auf die Eisenaufnahme auswirken: Gerbstoffe (z. B. aus Rotwein und Schwarztee), Phytate (z.B. aus Vollkornprodukten) und Oxalsäuren (z.B. aus Rhabarber u. Spinat), In der TCM spricht man von Blutmangel und empfiehlt Nahrungsmittel, die das Blut nähren (z.B. Shitakepilze, schwarzer Sesam).

Du weißt jetzt einiges über das Spurenelement Eisen, aber möchtest du dieses Wissen auch an deine Patienten weitergeben?

Mehr Gesundheit und Lebensfreude bekommen deine Kunden durch eine ganzheitliche Ernährung, die integrative Ernährung. Die Integrative TCM Ernährungsberatung ist eine einzigartige Verknüpfung aus dem wissenschaftlich-schulmedizinischen Bereich, sowie der TCM und der Ernährungswissenschaft.

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Claudia

Riesige Freude – endlich war es soweit

Ein kraftvolles und energiegeladenes Lehrgangstreffen „integrative Ernährungsexpertin“ in Wien am 5. und 6. September 2020.
Das Treffen des ersten Lehrgangs war ja bereits im März geplant – und musste verschoben werden. Umso größer war die Freude – nach so langer Zeit die Teilnehmer des ersten Lehrgangs persönlich vor mir zu haben.  Britta Witt schildert uns die Eindrücke des Wochenendes  – und ich denke sie spricht auch für die anderen Teilnehmer.  Das Feedback zum Lehrgangstreffen war unglaublich. Es ist so viel Freude, Begeisterung und Wissen in alle Richtungen geflossen.

Britta Witt: Bereits im März fieberten wir – 26 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Ländern: Deutschland, Südtirol, Schweiz, Ungarn, Türkei, Holland und Österreich – dem ersten gemeinsamen Treffen in Wien entgegen. Leider musste es in letzter Minute aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden.

Aber am ersten September Wochenende war es dann endlich soweit: Wir treffen Claudia, ihr Team und 15 Teilnehmerinnen live in Wien in den Seminarräumen der Gärtnerei Ganger. Die Atmosphäre ist energiegeladen, herzlich und intensiv ist der Austausch. Ich spüre wie neugierig wir alle aufeinander sind. Erste Überraschungen sind auch dabei: „Ich hätte nie gedacht, dass Du so groß bist“ sagt eine Teilnehmerin zu der anderen. „Ja wie auch, wenn unsere Beine nie zu sehen sind.“ lacht die andere.

Claudia begrüßt uns herzlich! Wir fühlen uns richtig wohl.

Hochkonzentriert starten wir mit dem Puls-Diagnostik Seminar. Dr. Verena Baustädter von der Wiener Schule für TCM bringt uns das Ertasten der drei unterschiedlichen Pulstiefen bei, und wir freuen uns über erste Erfolge – wenn wir mit dem richtigen Druck den Puls ertasten oder mit einer Diagnose richtig liegen. Die Resonanz auf den Kurs ist super! Frau Dr. Baustädter und Mitreferentin Adele Narath haben alles so gut erklärt, und wir sammeln viele praxisnahe Tipps. So sind wir gewappnet für den beruflichen Alltag.

Sehr viel Spaß machen uns an diesem Wochenende das professionelle Foto-Shooting mit Klaus Ranger und das Styling bei Visagistin Ulli Koppe, die viel Zeit und Mühe investierte, um wirklich das Beste aus uns herausholen. Mit und ohne Kürbis werden wir perfekt in Szene gesetzt 😉. Die Überraschung ist dir gelungen Claudia! Unsere Homepage freut sich.

Ein weiteres Highlight lauert währenddessen bereits im Nebenraum: Ein traumhaftes Buffet, liebevoll kredenzt von Michaela Hauptmann und Monika Niederle. Die Beiden haben sich wirklich mächtig ins Zeug gelegt; diverse vegetarische und vegane Speisen zubereitet, darunter eine köstliche Kürbislasagne, exquisite Nachtische, Kuchen und Snacks aufgetischt. Man merkt einfach, dass hier ein tolles Team am Werk ist, wir fühlen uns rundum gut versorgt.

Da kommen wir gerne wieder und starten am zweiten Seminartag mit einer Koch-Challenge: POWERFRÜHSTÜCK!

Aus einem mit frischen Lebensmitteln bestücktem Wagen picken wir uns einige Zutaten heraus und bereiten in mehreren Gruppen ein kraftvolles Frühstück zu. Die unterschiedlichen Ergebnisse sind köstlich und zeigen ein weiteres Mal wie kreativ wir alle sind.

Wir zaubern 3 köstliche integrative Frühstücksvariationen

 

  • Ein erdiges Polenta-Bonbon – so großartig, mit Mohn mhhhh
  • Ein CHomlet (ein verkehrtes Chakchuka) – man muss es sehen, um es zu begreifen. Es war herrlich.
  • Ein Buchweizenhügel mit viel gebratenem und gedünstetem Gemüse, vollendet mit gerösteten Nüssen und frisch gepflückten Gojibeeren von Claudia

Ausklingen lassen wir den zweiten Tag mit einer Führung durch die Gärtnerei Ganger und lernen viel über den Anbau von Gemüse im Glashaus, BIO Produktion und staunen über die große Vielfalt an Obst, Gemüse und Pflanzen, die hier in Wien angebaut werden. Ein bisschen Wehmut schwingt mit – doch Claudia überrascht uns mit einem unerwarteten Geschenk – eine Papiertüte voller Leckereien, um uns auch kulinarisch noch länger an Wien zu erinnern.

Das Wochenende ist so schnell verflogen, am Ende ist der Kopf noch ganz voll mit Eindrücken, Ideen und Freude, dass wir uns hier getroffen und persönlich kennengelernt haben. Wir konnten Freundschaften vertiefen, und uns beruflich austauschen. Herrlich wir sind über ganz Europa verbunden. Dieses Netzwerk, diese Freundschaften sind Gold wert – persönlich und beruflich – und ich weiß jetzt wieviel mir das bedeutet.


Ist das nicht ein großartiges Feedback? Ich bin so stolz auf meine TeilnehmerInnen. Unfassbar! Vielen Dank Britta für deinen Bericht!

>> diese Begeisterung möchte ich verbreiten geballt mit ganz viel Wissen. Werde auch DU integrative Ernährungsexpertin

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Claudia

Powerfood im Schulalltag

Mütter und Väter möchten Kinder mittels guter Ernährung bestmöglich in der Schule und im Alltag unterstützen. Das Gehirn der Kleinen leistet großartiges und das soll gefördert werden.

Das Gehirn ist ein sehr sensibles Organ. Obwohl es nur zwei Prozent unseres Körpergewichts ausmacht, beansprucht es 20 Prozent der Energie und des Sauerstoffs, die wir zu uns nehmen. Weil es zu 70 Prozent aus Wasser besteht, ist es auch auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr angewiesen. Die optimale Reizweiterleitung von Nervenimpulsen wird vor allem durch Vitamine und Mineralstoffe gefördert. Was wir essen, entscheidet darüber, wie gut unser Gehirn arbeitet. Die meisten Nährstoffe kann das Gehirn leider nicht speichern, sondern muss sie ständig aus der Nahrung neu beziehen. Genau deshalb kann richtiges Essen viel dazu beitragen, um das Gehirn fit und munter zu halten. Wissenschaftler in den USA fanden heraus, dass sich die Leistungen einer Schulklasse innerhalb von vier Wochen rapide verbesserten, wenn die Kinder in der Pause Äpfel und Nüsse statt Weißbrot und Süßigkeiten bekamen. In Kombination mit ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und regelmäßigen Gedächtnisübungen schaffen wir die besten Voraussetzungen, um unser Gehirn fit und aktiv zu halten.

Ein gutes Frühstück als stärkender Start in den Tag

Ein Arbeits- oder Schultag sollte mit einem Frühstück beginnen. Probiere es aus! Auch wenn es für den Anfang nur ein kleines Joghurt mit Obst oder ein Roggen- oder Dinkelbrot mit Schinken, Käse und etwas Gemüse ist. Kraft für den Tag geben auch gekochte Getreide (z. B. Haferporridge) mit frischem Obst oder Eier (weiches Ei, Gemüseomelett, Rührei). Du wirst sehen, dein „Bauchgefühl“ ist gleich ganz anders: Gewärmt und gestärkt lässt sich ein stressiger Vormittag viel leichter überstehen. Vor allem Kinder sollten nicht ohne Frühstück aus dem Haus gehen. Die Konzentrations- und Lernfähigkeit in der Schule ist eindeutig besser, wenn es ein ausgewogenes Frühstück gab. Wer morgens nichts isst, läuft wie ein defekter Automotor nur auf einem Zylinder. Du wirst staunen, was du durch ein Frühstück bereits an gesteigerter Leistungsfähigkeit erreichen kannst.

Am Tisch fürs Leben lernen

Nirgendwo sonst ist der Unterschied zwischen wissenschaftlichen Empfehlungen und dem tatsächlichen Essalltag so groß wie bei der Ernährung von Kindern und Jugendlichen. Besorgte Eltern sind täglich im Gewissenskonflikt, denn schließlich wollen sie das Kind ja gesund versorgen. Aber gegen die allgegenwärtige Werbung und die Verführungen im Supermarkt oder Fast Food Restaurants kommt man schwer an. Das Wichtigste ist, keinen „Kleinkrieg“ aus der täglichen Mahlzeiten-Aufnahme zu machen. Es darf auch mal ein Hamburger sein, als Ausgleich gibt es am nächsten Tag eine Gemüsesuppe. Und so unangenehm es klingt, wenn es in der Familie keine Esskultur gibt, dann kann das Kind diese beim besten Willen nicht lernen. Hier ist Dein Vorbild gefragt. Wenn du ohne Frühstück aus dem Haus hetzt, darfst du dich nicht wundern, wenn auch dein Sprössling keine Lust auf Frühstück hat.

Mit Power in den Nachmittag

Kinder und Jugendliche müssen tagtäglich in der Schule vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Am Nachmittag fordern dann Sport, Spiel und Hausaufgaben viel Energie – das Tagespensum ist mit dem eines Erwachsenen vergleichbar. Eine gute Unterstützung dabei sind regelmäßige Mahlzeiten; bei Kindern sind dies idealerweise fünf Mahlzeiten.

  • Kein Frühstück oder die fehlende Jause sind die häufigsten Ursachen für einen Leistungsabfall am Vormittag.
  • Trinken ist für Kinder ebenfalls sehr wichtig. Das fördert die Konzentration und verhindert Müdigkeit. Der beste Durstlöscher ist Wasser, aber auch verdünnte Fruchtsäfte oder ungezuckerte Kräuter- oder Früchtetees sind gut geeignet.

 

Die wichtigsten Nährstoffe und Zutaten für „Hirnarbeiter“

Die Basis für gute Konzentration ist die richtige Ernährung. Sie liefert die Energie für die geistige Aktivität und für Beweglichkeit. Brainfood (Hirnfutter) bezeichnet Lebensmittel mit Inhaltsstoffen, die unsere Denkleistung fördern.

  • Konzentrationsfördernde Gewürze wie Anis, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel, Oregano, Zimt oder Pfeffer unterstützen beim Lernen
  • So gut uns Eiweiß auch tut, ein ausgeklügelter Mix an eiweißreichen Lebensmitteln ist wichtig, damit wir gesund bleiben. Eine Grundregel lautet: drei verschiedene Eiweiß-Sorten pro Tag, z. B. morgens Schinken, mittags Bohnen und abends Käse. Zumindest einmal am Tag sollte pflanzliches Eiweiß auf dem Plan stehen, das bedeutet also – nicht nur Joghurt und Käsebrote essen, sondern auch Tofu, Hülsenfrüchte und Nüsse in die Ernährung einbauen. Besonders gut verwertbares Eiweiß liefern Speisen mit Kartoffeln und Ei, Milch und Weizen, Mais und Bohnen.
  • Kohlenhydrate sind die Energielieferanten für die Körperzellen, das Gehirn und die Muskulatur. So wichtig dieser Treibstoffe für uns ist, allzu viel ist ungesund. Häufige kohlenhydratreiche Mahlzeiten führen zu Heißhunger und Süßgelüsten. Eine weitere Nebenwirkung von zu viel Kohlenhydraten – vor allem in Kombination mit Fett – ist eine bleierne Müdigkeit nach dem Essen.
  • Manche Fette sind sehr wertvoll, andere wiederum gar nicht. Gute, wertvolle Fette kommen in fetten Fischen wie Lachs, Makrele, Thunfisch und Sardinen und in Pflanzenölen wie Walnussöl, Hanföl, Leinöl und Rapsöl vor.
  • Nichts braucht unser Körper dringender als Wasser. Ohne Nahrung können wir einige Wochen überleben, ohne Wasser schaffen wir es nur wenige Tage. Schon wenige Prozent Flüssigkeitsverlust kann manche Körperfunktionen beeinträchtigen. Regelmäßiges Trinken ist daher lebensnotwendig.

 

Viele kleine und größere Tipps sowie Erfahrungen findest du in meinem Buch POWERFOOD für Schule und Beruf. Du kannst es direkt bei mir bestellen. Schreib ein Email an : office@essenz.at

 


Schnelles Rezept fürs Frühstück

Couscous-Müsli

300 g Couscous, 5 EL Sesamsamen, 100 g geriebene Mandeln oder Nüsse, 50 g Cashewkerne, 1 TL Zimt, 100 g Trockenfrüchte (klein geschnitten) und 2 EL Vanillezucker gut vermischt. In einem Schraubglas oder einer Kunststoffdose aufbewahren. Bei Bedarf einige Esslöffel davon in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen. Das Müsli kann mit frischem Obst (z. B. Beeren, geriebenem Apfel) ergänzt werden.

 

Schnelle Jause zum Mitnehmen

Paprika-Muffins, 10 Stück

150 g roter Paprika, 2 EL Rapsöl, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 TL Schwarzkümmel, ganz, Pfeffer aus der Mühle, 250 g Linsen- oder Kichererbsenmehl, 1/2 TL Salz, 300 ml Mineralwasser mit Kohlensäure, 1 TL Backpulver, 1/2 TL Kurkumapulver

Backofen auf 180 °C vorheizen. Eine Muffinform einfetten oder auf ein Backblech Muffinförmchen stellen, diese ebenfalls mit etwas Öl einpinseln.

Paprika waschen, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken. In einer Schüssel das Gemüse mit Rapsöl, Schwarzkümmel, Pfeffer, Mehl und Salz gut vermischen. Mineralwasser nach und nach zugeben und den Teig mit dem Mixer gut durchrühren. Backpulver und Kurkumapulver zugeben. Teig in die Förmchen füllen und im Backofen 25–30 Minuten backen.

Paprikamuffin in Kombination mit Gemüse und Topfenaufstrich als Jause einpacken.


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Claudia

 

Pastinake – wiederentdeckt, wie wunderbar!

Pastinake war die Kartoffel! Nun das ist botanisch gänzlich falsch. Ich weiß. Und dennoch war die Pastinake lange vor der Kartoffel ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Erst im 17./18. Jahrhundert wurde sie von der Kartoffel verdrängt und das auch nur mit einer List.

Das Kraut der Pastinaken erreicht eine Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimeter und blüht in einem zarten Gelbton. Der intensive Geruch der Pflanze ähnelt dem wilden Fenchel und ist angenehm süß.

Die kultivierte Pastinake, wie wir sie heute kennen, ist eine Abstammung der wilden Pastinake die bereits in der Steinzeit in Europa als Nahrung diente. Sie ist ein wunderbares Wurzelgemüse, das in den letzten Jahrzehnten leider nur selten den Weg in die Küchen fand. Schade eigentlich.

Wiederentdeckt – wunderbar

Die Pastinake – Star des Monats Oktober – begleitet uns mit seiner nährenden Süße in den Herbst.

Pastinaken wurde als Gemüse- und Würzpflanze wiederentdeckt und landen nun wieder häufiger auf den Tellern, auch die Gastronomie hat sie entdeckt. Wunderbar. Pürees, Suppen, Gröstel, Pommes aus Pastinaken sind wieder auf Speisekarten zu finden. Und das ist gut so. Dieses alte Wurzelgemüse hat eine breite Wirkung und einen direkten Bezug zum Darm. Die Pastinake wirkt besonders stärkend auf die Darmflora und fördert die Verdauung. Sie unterstützt das Immunsystem, wirkt leicht entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.

Sie wirkt appetitanregend und nährend. Pastinaken sind, wie alle Wurzelgemüse, schwer verdaulich. Doch weich gekocht und mit Essig, Öl, Senf, Thymian, Zitrone, Ingwer und blähungswidrigen Gewürzen zubereitet, sind sie wohltuend und bekömmlich. Durch den süßlich-würzigen Geschmack sind sie besonders für Pürees geeignet – sowohl pur als auch in Kombination mit Kartoffeln. In Eintöpfen und Gulasch, mit oder ohne Fleisch, besticht sie durch die Süße. Auch gebraten schmeckt die Pastinake wunderbar.

Hat die Pastinake deine Küche schon erobert? Wie bereitest du sie zu. Lass es mich wissen. Schreib mir: office@essenz.at

Pastinake für die Kleinen

Die positive Zusammensetzung von Kohlenhydraten und Aminosäuren macht die Wurzel auch besonders wertvoll für die Kinder- und Babyernährung.

Als Beikost ab dem 5. Monat kann Pastinakenbrei gegeben werden:
100-150 g geschälte und kleingewürfelte Pastinaken in wenig Wasser weich kochen, pürieren und mit 1 TL Öl vermischen. Dieser süß schmeckende Brei wirkt im Gegensatz zum Karottenbrei eher stuhlauflockernd.

 

Pastinakenrösti

500 g Pastinaken schälen und auf dem Gemüsehobel raffeln. Mit einer fein gehackten Frühlingszwiebel, etwas Zitronensaft, einem Ei, frischen Thymianblättchen, Salz, Pfeffer, Muskat und gemahlenen Kümmel vermischen. In einer Pfanne mit etwas Öl zu Laibchen braten.

Dazu passt Kräuterjoghurt, frischer Blattsalat. Serviere die Rösti zu einer Gemüsesuppe, das schmeckt auch sehr fein.

Kleiner Tipp:

Wie unterscheidest du die Pastinake von der Peterwurzel?

Nun, die Wurzel der Petersilie hat einen anderen Blattansatz. Merk dir diese Eselsbrücke: Du ziiiiiiiehst an der Petersiiiiiilie. Der Blattansatz ist aus der Petersilienwurzel herausgezogen. Bei der Pastinake sitzen die Blätter hingegen in einer kleinen Mulde.


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Claudia

Die 6 besten Gründe um Bohnen, Linsen & Co zu genießen

Hülsenfrüchte können was! Die Liste der gesundheitlichen und ökologischen Vorteile ist so groß, dass dieser Blog-Beitrag länger geworden ist als geplant.

Man könnte ihn auch als Plädoyer für Bohnen, Erbsen und Linsen sehen.

Hülsenfrüchte sind sowohl wohlschmeckend als auch sehr gesund. Sie enthalten viel Eiweiß und Ballaststoffe und machen lange satt. Hülsenfrüchte sind daher gut für die Figur und oben drein noch klimaschonend: Sie nutzen mit Hilfe von Bakterien den natürlichen Stickstoff der Luft. Beim Anbau der kleinen Köstlichkeiten werden bis zu 86 % weniger Treibhausgase freigesetzt als bei der Fleischproduktion.

In Verbindung mit Getreide sind Bohnen, Erbsen und Linsen ein vollwertiger Ersatz für Fleisch – sie sind für ein Fünftel der Weltbevölkerung die Haupteiweißlieferanten!

Auch als Glücksbringer kommen Hülsenfrüchte zum Einsatz. So isst man in Italien zum Jahreswechsel einen Teller mit Linsen. Das soll Glück und vor allem Geldsegen bringen.

  1. BIOlogische Wertigkeit

Hülsenfrüchte waren lange Zeit, verachtet, vergessen und vernachlässigt. Erinnerungen der älteren Generation an die schlechten Zeiten haben Sie aus unserem täglichen Speiseplan fast verdrängt.  Lediglich Linsen mit Speck und Semmelknödel, Chili con carne, die serbische Bohnensuppe, der Bohnensalat, oder aber auch die steirische Käferbohne sind in unserer Region die klassischen Gerichte, die noch gerne gegessen werden. Wen wundert, dass der Gedanke an die oft dick eingekochte Erbsensuppe in der Berghütte keine allzu guten Erinnerungen in uns wach rufen.

Doch das haben die Leguminosen, wie die Hülsenfrüchte botanisch genannt werden nun wirklich nicht verdient! Funde aus der Steinzeit geben Auskunft, dass zwischen Steinzeit und Bronzezeit bereits Hülsenfrüchte angebaut wurden. Da die Hülsenfrüchte frostempfindlicher als das Getreide sind, hat man zuerst Hafer und Gerste gesät und später im Schutz des Getreides Erbsen und Linsen angebaut. Diese Agrarmethode wird heute noch in Frankreich gepflegt.

Diese spezielle und sehr aufwändige Anbaumethode zeigt, wie wichtig die Kombination zwischen Hülsenfrüchten und Getreide ist. Nicht nur die Symbiose in der Wachstumsphase ist gegeben, sondern auch wenn sie gemeinsam gegessen werden. Man spricht von einer besonderen biologischer Wertigkeit – die Kombination von Hülsenfrüchten und Getreide, lässt unseren Körper, die in diesen pflanzlichen Lebensmitteln enthaltenen Proteine besonders gut in körpereigenes Eiweiß umbauen – alle essentiellen Aminosäuren sind vorhanden. Der Verzehr von Bohnen mit Getreide hat dadurch wohl instinktiv ganze Völker vor dem Hungertod gerettet und bietet in den heutigen Entwicklungsländern den wichtigsten Eiweißspender. Die Kombination mit Fleisch hingegen hat einen schlechteren Ergänzungswert. Kombiniere deine Linsen- und Bohnengerichte immer mit Getreide!
Mit Reis wie die Brasilianer zum schwarzen Bohnen-Püree oder mit dem klassischen Semmelknödel zu den Linsen, wie wir es in Österreich kennen. Aber auch Hirse und Dinkelreis lassen sich herrlich kombinieren. Sie sind wertvoll im besten Sinn des Wortes und dabei auch noch preiswert. Und Sie sind das ganze Jahr über in unveränderter Qualität verfügbar.

BIO ist BESSER! Konventionell angebaute Linsen sind oft mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat belastet, das auch in geschälten Linsen noch zu finden ist. Dieses Herbizid wird oft kurz vor der Ernte eingesetzt, damit die Linsenpflanzen absterben, trocknen und leichter geerntet werden können. Im Bio-Anbau ist das nicht erlaubt und es dürfen keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet werden – Bio-Linsen werden mit einer unbedenklichen Druckbehandlung von Schädlingen befreit.

  1. Sind Hülsenfrüchte Dickmacher?

Defiitiv nicht! Die Samen der Hülsenfrüchte gehören zu den Lebensmitteln mit großer Nährstoff-, aber kleiner Energiedichte!

  • Unter den pflanzlichen Lebensmitteln haben sie den höchsten Eiweißgehalt, meist über 20%.
  • Der Fettgehalt hingegen liegt bei nur 1 bis 2%.
  • Die enthaltenen 47-56% Kohlenhydrate bestehen aus den so wertvollen langkettigen, sogenannten komplexen Kohlehydraten und verfügen über einen niedrigen glykämischen Index.
  • Wertvolle Vitamine – vor allem B1, B2 und Folsäure, Mineralien und Spurenelemente wie Eisen und Phosphor. Diese Stoffe sind für die Blutbildung, Knochenfestigkeit und aber auch für unser starkes Nervenkostüm unentbehrlich.

Hülsenfrüchte schenken uns mehr Gesundheit als Dutzende von Nahrungsmitteln, um die viel Lärm gemacht wird. In der Zeit der Pharaonen wurden sie zur „Jungerhaltung der Haut“ eingesetzt und noch heute wird die medizinische Wirkung geschätzt.

Vorsicht bei Gichtpatienten! Diese sollten Hülsenfrüchte meiden. In kleinen Mengen sind Hülsenfrüchte aber weniger gichtfördernd als die meisten Fleischprodukte …

  1. Jedes Böhnchen ein … Ja was?

Etwa 30% der zugeführten Kalorien von Hülsenfrüchten werden vom Organismus nicht verwertet. Diese wertvollen Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffen spielen eine wichtige Rolle bei der Vermeidung bzw. Bekämpfung von den sogenannten Wohlstandskrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt, Krebs, … Sie fördern die Verdauung und bauen auch erhöhtes Cholesterin ab und sie „entgiften“ den Darm! Das führt bei manchen Menschen zu mehr, bei anderen zu weniger häufigen Blähungen.

Im Allgemeinen gilt die Regel, je kleiner die Hülsenfrucht, desto geringer sind die Blähungen. Weichkochen hilft – Nudeln kochen wir al dente, Bohnen kochen wir wirklich weich – man muss sie mit der Zunge am Gaumen zerdrücken können!

Empfindliche Menschen sollten das Einweichwasser wegschütten und die Hülsenfrüchte in frischem Wasser kochen. Nach der 5 Elemente Lehre ist auch ein Kochen mit Algen hilfreich. Und Zerkleinern hilft, so ist zum Beispiel Humus – pürierte Kichererbsenpaste – besonders gut verträglich.

Die richtigen Gewürze lindern Bauchschmerzen und verfeinern das Gericht auf individuelle Weise. Kümmel, Salbei, Thymian, Fenchel, Majoran, Bohnenkraut – hier steckt die Unterstützung schon im Namen – oder aber auch Ingwer und Senf sowie ein Schuss Essig geben karminative Unterstützung.

Hummus aus gesprossten Kichererbsen

Besonders gut verdaulich und wahre Mikronährstoffbomben sind gekeimte Hülsenfrüchte. Außerdem geht das Garen superschnell – Fastfood vom Feinsten 😉

W         250 g Kichererbsen gesprosst, Salz
H          Saft einer Zitrone, einige Zweige Petersilie
F          ½ TL Paprikapulver
E          2-3 EL Tahin (Sesam-Mus), 2-3 EL Olivenöl
M         Pfeffer, 1-2 EL Koriander oder Kreuzkümmel, 2 Knoblauchzehen

Gesprosste Kichererbsen im Dampfgarer 3 – 4 Minuten dämpfen, alternativ in einem Topf mit wenig Wasser kurz kochen. Die Kichererbsen etwas überkühlen lassen und mit etwas Wasser, Zitronensaft, Paprikapulver, Tahin, Olivenöl, Pfeffer, Koriander oder Kreuzkümmel, geschälten Knoblauchzehen pürieren. Mit Salz abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren. Dazu Brot und Oliven reichen.

  1. Die Nieren pflegen

Hülsenfrüchte werden in der TCM dem Wasserelement und damit den Nieren zugeordnet. Im Jahreszeitenverlauf wird im chinesischen Kalender der Winter, dem Wasserelement zugeordnet, die ideale Zeit für Rückzug, wo Regeneration erfolgt – für unsere Nahrung heißt das, eine gute Zeit für Eintöpfe und Speisen mit Hülsenfrüchten.

Durch den Bezug zum Organ Niere werden Hülsenfrüchte therapeutisch vor allem bei Nieren Yin Mangel und klimakterischen Beschwerden wie Schlafstörungen und Nachtschweiß eingesetzt. Bei empfindlichen Menschen kommt es allerdings leicht zu Blährungen. Je größer die Bohnen, desto vorsichtiger muss man sein, wenn eine ausgeprägte Milz Qi oder Milz Yang Schwäche besteht. Pürieren bzw. der Verzehr von Humus oder Adzukibohnenpüree ist da hilfreich, Gewürze wie Kreuzkümmel, Fenchel, Bohnenkraut unterstützen zusätzlich.

Von der Temperaturwirkung sind Hülsenfrüchte neutral bis kühl und nähren vor allem das Yin und das Blut, sowie das Qi von Nieren und Milz. Im Gegensatz zu den meisten tierischen Eiweißquellen, wie Fleisch und Milchprodukten erzeugen sie keine Nässe, sondern leiten sogar Feuchtigkeit aus. Sie sind daher bei Ödemen, Übergewicht und feuchter Hitze sehr empfehlenswert.

Ein regelmäßiger Genuss von Hülsenfrüchten, vor allem in den Wintermonaten, hilft die Nieren-Energie zu stärken und damit die Lebensenergie zu nähren bzw. zu erhalten. Ausreichend Schlaf, warme Kleidung, die die Nierengegen schützt, ausgewogene Ernährung und vor allem gekochte Mahlzeiten erhalten das „Nierenfeuer“. Lebensmittel aus dem „Wasser-Element“, z.B. Algen, Bohnen, Linsen, Fisch, Meersalz, … pflegen unsere Nieren!

  1. Es gibt über 12.000 verschiedene Arten!

Parallel zu Europa und Asien sind in Südamerika schon seit Jahrtausenden Hülsenfrüchte ein Grundnahrungsmittel. Die Menschen weltweit haben ein fantastisches Angebot an bunten Samen. Je nach Sorte sind sie drei bis sieben Millimeter klein. Die runden, ovalen, linsen oder nierenförmigen Gebilde sind wahre Schatzkammern voller Makro- und Mikronährstoffe. Auch der Ackerboden freut sich! Sie filtern den Stickstoff aus der Luft und reichern den Boden mit Knöllchenbakterien an und verbessern dadurch den Boden – Dünger wird überflüssig! Mittlerweile sind nun auch in unserem Einzugsgebiet biologisch und ökologisch angebaute Hülsenfrüchte in wunderbarer Qualität erhältlich. Nicht nur Linsen, Bohnen, Erbsen auch die Erdnuss und die immer mehr geschätzte Sojabohne gehören zu den Hülsenfrüchten.

Linsen – Die kleinen Grünen, Roten, Schwarzen die satt und schlau machen!

Der reiche Vitamin-B-Gehalt hat einen sehr positiven Einfluss auf Gehirn und Nerven und auf den gesamten Stoffwechsel und der Lecithin-Gehalt nährt die Gehirnzellen. Es gibt viele Linsensorten, aber die kleinsten Linsen, meist als Berglinsen verkauft schmecken am besten.

  • Toor Dal – gelbe, geschälte, halbierte und geölte Linsen. Vor dem Kochen sollte man das Öl abwaschen
  • Braune Linsen – flach und rund, sollten vor dem Kochen eingeweicht werden
  • Rote Linse – ist die geschälte Form einer Linsenart, die vor allem in Indien und in der Türkei angebaut wird. Ursprünglich hat sie eine lilafarbene Schale und einen leuchtend orange-roten Kern. Da sie keine Samenschale mehr hat, kocht die rote Linse sehr schnell weich. Beim Kochen wandelt sich die orange Farbe in einen gelblichen Ton. Rote Linsen müssen nicht eingeweicht werden, da die äußere harte Schale beim Schälprozess bereits entfernt wurde. Die Kochzeit beträgt ca. 10-15 Minuten.
  • Beluga-Linsen – schwarze Linsen, bleiben beim Kochen bissfest, sehen so aus wie Belugakaviar, brauchen nicht eingeweicht werden.
  • Puy-Linsen – grüne Linsen auch französische Linsen genannt, ursprünglich aus den vulkanischen Böden um Le Puy in Frankreich

Bohnen – mäßig Kalorien, üppig Schutzstoffe!

Die Urahnen der Gartenbohne wuchsen üppig in den Anden Südamerikas und kamen erst nach der Entdeckung Amerikas nach Europa. Ob sie Wachtelbohnen, schwarze Bohnen, rote Kidney-Bohnen oder Schwarzaugenbohnen probieren wollen, in jedem Fall aber sollten Sie bitte öfter die weißen Bohnen auf den Tisch bringen. Bohnen helfen im speziellen durch die Saponine den überhöhten Cholsterinspiegel zu senken und normalisieren durch die enthaltenen Tannine den Blutzuckerspiegel. Allerdings nur, wenn man diese wie in Griechenland täglich ist. Bohnen schmecken besonders fein mit Zwiebeln und Tomaten.

Weiße Bohnen – ist ein Sammelbegriff für weiße bis cremefarbene Bohnen. Weiße Bohnen haben eine dünne Schale und einen hohen Stärkegehalt. Deshalb kochen sie weich und mehlig. Die normale Kochzeit für weiße Bohnen beträgt ca. 45 – 50 Minuten. Über Nacht eingeweichte weiße Bohnen benötigen meist nur 30-35 Minuten.

  • Wachtelbohne – ähneln im Aussehen den getupften Wachteleiern und sind rot-braun-beige gesprenkelt. Beim Kochen verlieren die Bohnen ihre Sprenkel. Die normale Kochzeit für Wachtelbohnen beträgt ca. 1- 1 ½ Stunden. Über Nacht eingeweichte Wachtelbohnen benötigen nur 40-50 Minuten. Die Wachtelbohne nimmt beim Kochen den Geschmack anderer Zutaten an und ist eine gute Alternative zur Kidney Bohne. Wachtelbohnen vertragen sich gut mit Gewürzen, wie z.B. Thymian und Knoblauch, sowie Zitronensaft.
  • Käferbohne, Feuer- oder Prunkbohne – die rohen Bohnen enthalten rund 1,2% gesundheitsschädliche Lektine und sind daher giftig. Durch Erhitzen auf mindestens 75 °C wird die Struktur dieses Giftes zerstört, so dass gekochte Bohnen unbedenklich verzehrt werden können. In der Steiermark gilt der Käferbohnensalat (Käferbohnen mit frischen Zwiebelscheiben, Essig und steirischem Kürbiskernöl) als Spezialität.
  • Mungbohnen – sind leichter verdaulich als die in Mitteleuropa verbreitete Gartenbohnen und verursachen kaum Blähungen. Sie haben allerdings auch deutlich weniger Eigengeschmack. Mung-Sprossen werden häufig fälschlicherweise als „Sojakeime“ bzw. „Sojasprossen“ bezeichnet und gehandelt. Aus ihrem Mehl werden unter anderem die asiatischen Glasnudeln hergestellt
    Adzukibohnen – werden beim Kochen sehr zart und schmecken leicht süßlich

 Sojabohnen – das Fleisch des Feldes, viel Eiweiß und Fett, aber kein Cholesterin!

Tatsächlich verdanken ihr Milliarden Menschen, dass sie sich täglich sattessen können. Bereits vor 5000 Jahren säte der Kaiser Sheng-Nung höchstpersönlich alljährlich unter feierlichen Zeremonien die Sojabohne aus. Erst gegen Anfang des 18.Jahhunderts brachte der deutsche Botschafter Engelbert Kämpfer die Sojabohne von Japan mit nach Europa. Obwohl die Bohne voller Schätze steckt ist sie teilweise umstritten – 90-95% wird als Tierfutter verwendet, zu viele denaturierte Produkte befinden sich am Markt, gentechnikmanipulierter Samen, Soja in Wurst und in Süßigkeiten – umso wichtiger ist es biologische Produkte zu kaufen. Es gibt mittlerweile auch Bio-Sojabohnen aus Österreich.  Fast 40% hochwertiges Eiweiß, 20-30 % Kohlehydrate, 14-19%Fett – aber kein Cholesterin! Eine wahre Mikronährstoffbombe – Magnesium, Kalzium, Kalium, Eisen, Selen, Folsäure, Carotinoide, B-Vitamine, Saponine, Flavone, Phenolsäure, Phytosterin, Proteaseinhabitoren und Pektin. 50 g Soja decken den Hauptanteil des täglichen Vitaminbedarfs!

Erbsen – Jugendlichen und Alten besonders empfohlen!

Die Erbse kommt ursprünglich aus China. Gregor Mendel nutzte sie zur „Mendelschen Vererbungslehre“. Aschenputtel verlas die guten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen – und wer kennt nicht das Märchen der Prinzessin auf der Erbse! Getrocknete Erbsen enthalten 23 % Eiweiß und 60 % Kohlenhydrate und nur 1,5%Fett, sie sind hoch an Mineralien und Spurenelementen. Da geschälte Erbsen mehr Kalorien als andere Hülsenfrüchte haben sollte man mit dem Fett in Pürees und Eintöpfen sparsam umgehen

Kichererbsen – Das Hühnchen im Reich der Gemüse!

In Kleinasien war die Kichererbse schon vor 8.000 Jahren im Anbau und wurde von dort in den Mittelmeerraum und nach Indien verbreitet. Rohe Kichererbsen enthalten unverdauliche Giftstoffe, weshalb das Einweichwasser weggeschüttet und zum Kochen frisches Wasser verwendet werden sollte.

Man kann sie fertig gekocht in Dosen oder als getrocknete Samen kaufen. Die getrockneten Samen werden kalt eingeweicht (12 bis 24 Stunden und länger) und dann beispielsweise als Eintopf, Brühe oder Püree zubereitet. Im Vorderen Orient und in Nordafrika werden Kichererbsen geröstet und wie Nüsse verzehrt. Sie sind auch eine unverzichtbare Zutat vieler Couscous-Gerichte. Aus gewürztem Kichererbsenbrei wird auch der im Nahen Osten und Nordafrika weitverbreitete Falafel hergestellt.

In der syrischen und libanesischen Küche ist eine Paste unter anderem aus Kichererbsen und Sesam, genannt „Hommos we Tahini“ sehr beliebt.

Erdnuss – keine Nuss! Wir schätzen das hochwertige Öl!

Die Frucht der Erdnuss ist botanisch keine Nuss, sondern eine Hülsenfrucht. Vor allem das Erdnussöl ist wegen seines Gehalts an ungesättigten Fettsäuren zur Senkung des Cholesterinspiegels geschätzt. Aber auch in der Naturheilkunde kommt Erdnussöl zum Einsatz, um u.a. Arteriosklerose, Blasenentzündungen, Sonnenbrände, Stress, Stuhlverstopfungen, Verdauungsschwächen und Orangenhaut nach dem Sonnenbaden zu behandeln oder sogar zu heilen. Aufgrund seines hohen Flammpunktes besitzt das Öl eine gute Hitzestabilität und eignet sich daher gut zum Frittieren und Braten.  Achte bei dem Verzehr von Erdnüssen auf den Kaloriengehalt – 100 g haben 560 Kcal!

  1. Hülsenfrüchte kochen ist einfacher als man denkt

 Tipps für den Einkauf

  • Ein Klarsichtfenster soll einen Einblick auf saubere, glatte und glänzende Haut bieten.
  • Haben die Samen halbmondförmigen oder kreisrunde Löcher, dann haben Käfer oder Würme schon „genascht“
  • Hülsenfrüchte riechen frisch und würzig. Sollte ihnen beim Öffnen der Verpackung ein muffiger Geruch entgegenschlagen, geben Sie die Ware retour.
  • Greifen Sie zu Bioqualität und wenn möglich zu heimischer Bioqualität.

Zubereitung

  • Grundsätzlich: vor dem Kochen sauber verlesen und in eine Schüssel mit Wasser legen, damit man die „tauben“ Samen die an die Oberfläche schwimmend abfischen kann.
  • 1:4:12 1Tasse Hülsenfrüchte: 4Tassen Einweichwasser : 12Stunden Einweichzeit (über Nacht)
  • Hülsenfrüchte im Einweichwasser kochen – ausgenommen Kichererbsen, Limabohnen und bei „hochsensibler Verdauung“
  • Die Einweichzeit kann verkürzt werden, wenn man die Hülsenfrüchte mit dem Einweichwasser im offenen Topf 2 Minuten aufkocht und dann eine Stunde zugedeckt stehen lässt. Diese Methode ersetzt das Einweichen von 8 bis 12 Stunden.
  • Garzeiten nach dem Einweichen – Bohnen 40 – 90 Minuten., Erbsen und Kichererbsen 40 -190 Minuten, Linsen und geschälte Erbsen 20 – 40 Min., die kleinen roten Linsen 10 Minuten
  • Salzen, besser erst wenn die Hülsenfrüchte gar sind.
  • Im Dampftopf gegart zu max.1/3 gefüllt und mit einem Schuss Distel-oder Sonnenblumenöl verkürzt sich die Einweichzeit erheblich. – vorgeweichte Linsen 8-10 Minuten, vorgeweichte Bohnen 12-15Minuten
  • „Oma´s Tip“, dem Kochwasser Natron beizugeben hat sich leider als kontraproduktiv erwiesen. Natron zerstört die Vitamine und macht die Magensäure unwirksam!

 Und hier noch eine Geschichte zum Nachahmen, um einen fokussierten Blick auf das Schöne und Positive zu lenken

Die Glücksbohnen

(Verfasser unbekannt)

Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.

Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.

Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Ich wünsche Dir somit eine wunderschöne, glückliche Zeit mit vielen Bohnen in der rechten Hosentasche.

 

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Claudia

Essig – Gib mir Saures

Essig ist so herrlich erfrischend. Ein Esslöffel Apfelessig am frühen Morgen … nein, weckt sicherlich keine Sorgen. Apfelessig ist ein uraltes Heilmittel und Würzmittel, dass aus unseren Küchen nicht wegzudenken ist, und ein großartiges Gesundheitselexier ist. Spitzenköche schwören auf Säure im Essen – das soll deren Geheimnis sein, so sagt man. Die Traditionelle Medizin weiß das seit Jahrtausenden. In der TCM ist Essig dem Holzelement zugeordnet und darf in nahezu keiner Speise fehlen. Die Säure rundet jedes Gericht geschmacklich wunderbar ab. So ist der Schuss Essig als Abschluss bei Linsengerichten und Gemüsecremesuppen aus der 5-Elementeküche nicht wegzudenken.

Essig durfte als Getränk ein Revival feiern. Diverse Cocktails – mit und ohne Alkohol werden mit Shrubs verfeinert. „Shrub“ bedeutet trinken, es ist verwandt mit „sharba“, dem arabischen Wort für „Sirup“, und besteht mindestens aus diesen drei Zutaten: Früchte, Essig und Zucker. Shrub ist als Getränk fast in Vergessenheit geraten, erlebt jedoch seit einigen Jahren, speziell als Cocktail-Zutat ein Revival.

Ein Rezept aus der Küche der TEM hat mir Michaela Hauptmann verraten: Himbeer-Shrub

Es schmeckt herrlich erfrischend. Himbeeren werden mit Zucker aufgekocht, mit Apfelessig verrührt, püriert und durch ein Sieb gestrichen. Verwende 2 Teile Himbeeren, 1 Teil Zucker und 3 Teile Essig. 2 bis 3 Esslöffel dieses säuerlichen Sirups mit Wasser verdünnen und schluckweise trinken. Ein herrlich erfrischendes Getränk, das deinen Kreislauf bei großer Hitze stützt, deinen Magen kräftigt, dich befeuchtet und die Lunge stärkt. Himbeer-Shrub verfeinert als Salatdressing auch wunderbar Bittersalate.

Was steckt drin im Apfelessig?

Gute Essigsorten sind Weinessig und Apfelessig. Apfelessig ist oftmals als billiger Essig verunglimpft worden. Dabei zählt Apfelessig zu den Jahrtausende alten Heilmitteln. Naturtrüb und unpasteurisiert – sind im Apfelessig neben Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auch Ballaststoffe und diverse Enzyme enthalten. Die gesundheitlichen Vorteile von Apfelessig füllen ganze Bibliotheken. Essigkuren sind fixer Bestandteil der Volksmedizin. Er wird sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet. Als Erfrischungsgetränk, und um den Körper zu reinigen, wurde und wird zu Essig gegriffen. Hippokrates nutzte Essig als Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden und Atemwegserkrankungen.

Wenn du täglich Apfelessig trinkst, versorgst du deinen Körper mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen und stärkst dein Immunsystem.

Die enthaltenen Apfel-Pektine sind wunderbare Ballaststoffe und sorgen für eine gute Verdauung. Die B-Vitamine sind es, die Apfelessig als Schönheitsmittel sowohl für Haut dienen und ihn zum Nervenmittel machen. Auch fördern Sie die Konzentration und sorgen für geistige Frische.

Die Apfelessig-Kur

Einen wesentlichen Beitrag leistet allerdings die keimtötende Kraft der Essigsäure. Die Essigsäure optimiert die Darmflora, und so ist die Apfelessig-Kur eine Wohltat für den Darm.

So geht´s – ganz einfach: 6-8 Wochen lang täglich einen Esslöffel Apfelessig pur oder in einem Glas warmem Wasser verdünnt auf nüchternen Magen trinken. So verbessert sich die Darmflora und damit auch das Immunsystem. Wohl bekomms!

Die 4 Räuber und ihr Geheimnis:

Essig kann wunderbar aromatisiert werden: Hochwertigen Apfel- oder Weinessig nach Belieben mit Rosenblüten, Zitrusfrüchten, Kräutern oder Gewürzen in einem Einmachglas 2 bis 3 Wochen an einem sonnigen Platz ziehen lassen und danach abseihen. So kann man ganz einfach eigenen, individuell gewürzten Essig zubereiten und verschiedene Speisen, zum Beispiel Salate, damit verfeinern.

Und wer Lust auf den 4 Räuber-Essig hat, hier eine kleine Geschichte dazu
Vier Räuber plünderten während der Pestzeit in Südfrankreich Wohnungen und Häuser. Keiner von ihnen erkrankte. Da auf Plünderung die Todesstrafe stand, kauften sie sich – als sie erwischt wurden – mit ihrem Geheimnis frei. Sie hatten Kräuteressig getrunken und sich damit von Kopf bis Fuß eingerieben! Sie verwendeten einen aromatisierten Essig. Salbei, Rosmarin, Lavendel und Thymian.

Verdauungs-Tipp der integrativen Ernährung!
Bei schwerverdaulichen Speisen immer einen Schuss Essig zugeben, um das Gericht bekömmlicher und schmackhafter zu machen.
Wenn du das vergessen hast, und dich Blähungen und Völlegefühl plagen hilft ein Glas Wasser mit Apfelessig, ob nun aromatisiert oder nicht.
Die enthaltenen Mineralstoffe Kalium und Magnesium wirken basisch und somit braucht es auch keine Sorge vor Übersäuerung zu haben. Der saure Geschmack trügt – Essig wird basisch verstoffwechselt.
Willst du mehr über die vielfältige Anwendung von Lebensmittel erfahren?
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Essig ist neben der innerlichen und äußerlichen Anwendung auch sonst im Haushalt nicht wegzudenken. Als natürliches Reinigungs- und Entkalkungsmittel – ganz wunderbar für Brotkästen, Schneidbretter und Kühlschränke und sogar als Weichspüler geeignet.

Apfelessig selbst gemacht

Essig entsteht aus einer Mischung von Früchten, Wasser und Sauerstoff.

Apfelessig selber machen ist ganz einfach – du verwendest dafür Apfelschalen und Kerngehäuse der rohen Äpfel – achte darauf, dass diese ohne Schadstellen sind.  Diese gibst du in ein großes Glas und bedeckst sie mit Wasser. Das Glas decke mit einem Mulltuch oder einem Stück Küchenpapier ab, damit keine Insekten dazu kommen aber ausreichend Luft. Befestige das Tuch am besten mit einem Gummiband und lass es bei Raumtemperatur stehen. Täglich einmal umrühren oder sanft bewegen. Sobald sich die ersten Obstfliegen am Tuch befinden und dem süßen Duft folgen ist das ein gutes Zeichen. Nach 5-7 Tagen die Flüssigkeit abseihen, in ein sauberes Glas umfüllen und wieder mit einem Tuch zudecken. Nun beginnt die Reifezeit – 4-6 Wochen lang, je länger, umso intensiver wird der Apfelessig. Danach in saubere Flaschen umfüllen, die entstandene Essigmutter kannst du für den nächsten Essig verwenden – gib sie zu dem ersten Ansatz mit den Schalen.

Probiere diesen Essig auch mit Birnen oder Quitten aus.

Pfefferminze – vom Kaugummi zum Verdauungselexier

Zahnpasten, Pastillen oder Kaugummis mit Minze sind ein Allrounder bei schlechtem Atem oder beim Gefühl nach mehr Erfrischung im Mundraum. Ja, das Aroma wird mittlerweile vollsynthetisch hergestellt, dennoch wird für diese Produkte auch aus den Pflanzen direkt extrahiertes Aroma verwendet.

Doch auch die Hausapotheke hat bei Mundgeruch etwas zu bieten: Pfefferminztee ist eine wirksame antiseptische Variante bei bestehenden Entzündungen der Mundschleimhaut und zur Vorbeugung.

Bereits der kräuterkundige Pfarrer Sebastian Kneipp war begeistert von der Minze: »Die Minze zählt zu den Hauptmitteln, welche den Magen stärken und die Verdauung befördern. Schon der würzige Geruch zeigt an, dass dieses Kräutlein bezüglich seiner Heilkraft einen vornehmen Platz einnehmen müsse.«

Wobei man gleich vorwegnehmen muss, dass die Pfefferminze (Mentha piperita) in alten Kräuterbüchern nicht zu finden ist. Im 17. Jahrhundert ist sie als eine spontane Kreuzung aus zwei bis drei verschiedenen Minzarten entstanden – so genau ist das nicht überliefert. Entdeckt wurde sie unter anderem von John Ray, einem englischen Biologen, im Jahr 1696 in einem englischen Garten. Aufgrund des scharfen, pfefferähnlichen Geschmacks wurde sie Peppermint – Pfefferminze – genannt.

Minze als Verdauungselexier

Pfefferminze schmeckt besonders gut zu Süßspeisen, Früchten, Schokolade und in Mixgetränken. Pikant eingesetzt hat unterstützt sie Hülsenfrüchte, Saucen, Huhn und Lamm und Naturjoghurt. Minze erfrischt Salate und junges Gemüse – besonders Erbsen und Karotten. Bei schwer verdaulichen Speisen – wie Hülsenfrüchte, Pilze, Fleisch- und Fischspeisen lindert Minze Verdauungsbeschwerden.

Wenn der Verdauungsprozess stockt bringt Minze wieder Bewegung in den Bauch. Die Bildung der Gallensäfte und die Magensaftsekretion wird angeregt. Diese Wirkung führt dazu, dass der Magen schneller entleert wird und der Appetit angeregt wird.

Auch bei Übelkeit und Blähungen tut die Minze auf Grund ihrer krampflösenden Wirkung gut und bei Gastritis ist sie ein unterstützendes Kraut.

Die Kraft des Menthols

Pfefferminze unterscheidet sich von anderen Minzearten durch den an Pfeffer erinnernden Geschmack und den hohen Mentholgehalt. Menthol ist der Haupt-Wirkstoff.

Durch einfaches Zerreiben der Blätter mit den Fingern kommt der unverwechselbare Geruch des Menthols – das ätherische Pfefferminzöl – zu Tage. Der erfrischende Geruch befreit den Kopf. Bei so manchen Kopfschmerzen bereitet ein Tropfen Pfefferminzöl auf den Schläfen aufgebracht eine Wohltat und Entspannung.

Wirkung: kühlend, erfrischend, sekretfördernd, antibakteriell, antimikrobielle, antiviral, geistig anregend, krampflösend, beruhigend, blähungswidrig, die Verdauung regulierend

Pfefferminzöl hilft bei Reizdarm-Syndrom

Die Betroffenen leiden meist unter plötzlichem Durchfall und Bauchkrämpfen.

Das Menthol der Pfefferminze sorgt für Entspannung in der Muskulatur des Darms und reduziert das Schmerzempfinden deutlich. Auf Grund der antibakteriellen Wirkung verbessert sich das Mikrobiom des Darms.

 

Ayran

Ein erfrischendes Sommergetränk das ursprünglich aus den Gebieten Georgien, Armenien und Anatolien stammt. Die ursprüngliche Variante wird aus Joghurt, Wasser und Salz zubereitet. Mehr nicht. Mittlerweile finden sich viele Variationen. Diese Variante mit Minze belebt das kühle Joghurt. Herrlich erfrischend an einem heißen Sommertag.

200 g Schafjoghurt, 100 g Wasser, 1 TL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, etwas Kardamom, Cayennepfeffer, 7-10 frische Minzblättchen und 2-3 Rosenblütenblätter mixen und leicht gekühlt servieren.


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Ich freue mich auf Dich als BotschafterIn für Gesundheit und Lebensfreude

Claudia

Ab ins Glas

Was für ein Traum. Nun sind die Früchte des Sommers reif. Reif. Reifer. Am Reifesten. Es ist so eine Freude, wenn man über den Markt schlendert. Bei meinen ausgedehnten Fahrradtouren komme ich an so vielen Obstbäumen und Gemüsegärten vorbei. Ein Augenschmaus.

Doch diese Schätze sind sehr vergänglich. Wenn du einen Garten besitzt kennst du das bestimmt. Man weiß gar nicht wohin mit dem vielen Obst und Gemüse.

Da wundert es mich nicht, dass Einkochen und Einmachen wieder im Trend ist. Saisonale Köstlichkeiten lassen sich so wunderbar haltbar machen. Das Haltbarmachen von Lebensmittel hat lange Tradition und kommt mit der DIY (Do it yourself)-Welle wieder vermehrt in unsere Küchen.

Erhalten und bewahren

Die Konservierung (von lateinisch conservare, „erhalten, bewahren“) bezeichnet den Prozess der Behandlung von Lebensmitteln, damit sie länger haltbar werden. Das Verderben wird gestoppt oder stark verlangsamt. Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze, Würmer, Insekten und Ähnliches wird blockiert.

Die Haltbarmachung von Lebensmitteln durch Salz (Pökeln), Rauch (Räuchern) oder einfache Trocknung ist der Menschheit seit Langem bekannt.

Relativ jung ist die Methode, Zucker zur Haltbarmachung von Lebensmitteln zu verwenden. Zucker war bis ins 19. Jahrhundert in Mitteleuropa eine große Kostbarkeit und daher für viele nicht erschwinglich. Um Obst haltbar zu machen, war stundenlanges Kochen notwendig. Zuvor gab es kreative Konservierungsmethoden. Beispielsweise wurden Zitronen in Salz eingegraben, Zwetschken in Wachs eingetaucht und Weichseln in Honig mit Gewürznelken und Zimt eingelegt.

„Selbst gemacht“ schmeckt einfach besser!

Es ist zwar bequem, Marmeladen, Gemüse, Pesto und Konservengerichte im Supermarkt zu kaufen. ABER! Wer Lebensmittel selbst konserviert, weiß was er isst und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz. Durch die Verwendung von Produkten aus dem eigenen Garten oder von Erzeugern aus der Region fallen die langen Transportwege weg und selbstgemachte Vorräte sind – anders als viele industriell erzeugte Konserven – frei von Zusatzstoffen und schmecken viel besser.

Der größte Genuss ist wohl, die Früchte des eigenen Gartens in der Erntezeit – am Besten direkt vom Baum oder Strauch – zu verspeisen. Oft produziert die Natur mehr, als man in dieser kurzen Zeit der Reife nutzen kann.

Das Einkochen und Verwerten von Obst und Gemüse ist leichter als man denkt. Probiere anfangs einfache Rezepte und werde nach und nach experimentierfreudiger. Fruchtmischungen – verfeinert mit Gewürzen und Kräutern wie Minze, Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse, Zimt, Nelken, Sternanis, Kardamom und Pfeffer – sorgen für ungeahnt köstliche Geschmackserlebnisse. Trau dich drüber!

Hier ein Buchtipp für DIY-Liebhaber und alle Hobby-Gärtner – Praxishandbuch natürlich Konservieren, Vorrat aus Gemüse, Obst und Kräutern das ganze Jahr genießen. Alle Methoden & einfache Rezepte, von Rosemarie Zehetgruber, EUR 29,90, ISBN 978-3-7066-2556-2, 336 Seiten, gebunden, mit über 250 Fotografien von Rita Newman

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Aber nun ab ins Glas

Marmeladen sind dir zu langweilig? Gemüse ist mehr dein Ding? Süß-sauer? Chutneys, Relishes?

Einwecken hat eine lange Tradition. Erfunden wurde es vor über 100 Jahren von Johann Weck, weshalb Einkochen oft auch Einwecken genannt wird. Die Liste der Zutaten und Geschmackskombinationen fürs Einkochen und Einmachen sind lang: Herzhaftes mit Gemüse, Süßes mit Obst, Pikantes – alles lässt sich einkochen.

Wenn du lange Freude mit deinen eingekochten Gläschen haben willst steht Sauberkeit, neben ein paar anderer Punkte an erster Stelle

  1. Sauberkeit der Gläser, der Küchenarbeitsfläche und die deiner Hände. Gläser reinige mit Spülmittel und stelle sie danach für 20 Minuten bei 100°C in den Backofen. Schraubdeckel wasche sehr heiß. Wenn alles sauber ist – lass die Finger davon – greif nicht mehr in das Glas und stell sie auf ein warmes Küchentuch.
  2. Prüfe ob Deine Gläser einwandfrei sind. Kein abgesplitterter Rand, kein eingedrückter Deckel, keine spröden Dichtungen, …
  3. Auch dein Gemüse und alle anderen Zutaten sollen frisch sein. Verwende beispielsweise frisches Öl – nicht, dass, das du in der warmen Küche stehen hast.
  4. Wische den Glasrand nach dem Befüllen mit sauberem Küchenpapier ab. Befülle die Gläser nicht zu voll, sonst kocht es über.
  5. Dann hast du die Wahl – sie kommen in den professionellen Weck-Einkocher, in den Dampfgarer oder in den Backofen.

Ich bevorzuge die Variante des Dampfgarers – übrigens alle Thermomix-Besitzer und die die es noch werden wollen – auch damit kann man einkochen. Genaue Anleitungen dazu gibt es in Band 2 der wunderbaren Bücher der „Selbst Gemacht!“ Serie die unter der Feder von Michaela Hauptmann entstanden sind.

Den Thermomix kannst du bei mir auch online bestellen. Klicke hier auf diesen link und er wird dir nach Hause geliefert.

Die Gläser in den Dampfgarer oder Varoma-Behälter des Thermomix stellen und je nach Inhalt bei 45 bis 90 Minuten einkochen. Dann auskühlen lassen und kühl und dunkel aufbewahren.

 

Lagerung und Haltbarkeit

  • Das Einmachgut sollte kühl, dunkel, luftig und trocken aufbewahrt werden. Am besten ist ein Keller- oder Vorratsraum mit einer Temperatur von 5-15 °C geeignet. Auf keinen Fall in der Küche lagern, da es dort zu großen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.
  • Angebrochene sind im Kühlschrank gut aufgehoben, um rasch verbraucht zu werden.
  • Die Haltbarkeit ist von der Zubereitungsart abhängig.
  • Bildet sich Schimmel im Glas, so ist der ganze Inhalt zu vernichten. Hochgiftige Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze durchdringen den gesamten Glasinhalt.

Und wenn es schnell gehen muss und du Platz im Kühlschrank hast: Fülle deine heiße Suppe in ein Schraubglas stell es in den Kühlschrank und verbrauche es innerhalb einer Woche. So hast du heute schon dein Mittagessen für morgen. Selbst gekocht und einfach köstlich.

 

Kräuterzucchini

1 kg Zucchini, 3 EL Olivenöl, 400 g Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, Pfeffer, 1 Bund Minze, Salz, Saft einer Zitrone, 1 Bund Basilikum

Zucchini waschen und in grobe Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, grob hacken. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch kurz anbraten.

Dann die Zucchiniwürfel zugeben, mit Pfeffer, Salz und Zitronensaft abschmecken und bissfest garen. Bei Bedarf etwas Wasser zugießen. Basilikum und Minze fein hacken. Gemüse vom Herd nehmen, gehackte Kräuter zugeben und nochmals umrühren.

Die Zucchini in saubere Gläser füllen und gut verschließen. In einem großen Topf Wasser aufkochen, die Gläser darin im Wasserbad (etwa 90 Grad) für 30 – 50 Minuten einkochen. Die Gläser sollten etwa bis zu Hälfte im heißen Wasser stehen. Im Kühlschrank aufbewahren.


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Der nächste ONLINE-Lehrgang beginnt am 1. Oktober. Je eher du dich dazu entschließt, umso früher profitierst Du vom BONUS-Paket. https://einfach-essen.com/akademie – Buche ein Informationsgespräch direkt in meinem Kalender: https://calendly.com/einfach-essen/infogesprach-ausbildung

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Claudia

Statt der Frühpension zur Million

In diesen Tagen genieße ich einen Buchschreib-Aktiv-Urlaub in Österreich und ich gönne mir eine Auszeit von Terminen in wunderbarer Natur. Beim Wandern über Wiesen und durch Wälder oder beim Radfahren empfinde ich in diesen Tagen tiefste Dankbarkeit für mein Leben. Deshalb möchte ich ein paar Gedanken mit dir teilen und mich aus tiefstem Herzen bei DIR bedanken, dass wir Teile meines Weges gemeinsam gehen.

Ein etwas anderer Blogartikel. Privat, persönlich & etwas länger. Ich danke dir jetzt schon, dass du ihn bis zum Ende liest.

Seit über 25 Jahren habe ich das Privileg, mich einen Großteil meiner Zeit mit den Themen Ernährung und Gesundheit zu beschäftigen. Warum mir diese Themen wichtig sind, hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun.
Ich hatte als Kind mehrere Hüft-Operationen und war deshalb die ersten Schuljahre vom Turnunterricht befreit und bin bis heute keine Sportskanone. Gleichzeitig ist das Thema Übergewicht in meiner Familie ein Thema – da gibt es einige Verwandte, die über hundert Kilo auf die Waage bringen.

Diese Kombination, kein Sport und eine gewisse genetische Veranlagung führten auch bei mir in jungen Jahren zu den ersten Speckröllchen um die Körpermitte, wildeste Diätversuche inklusive. Ich sag nur „Ahornsirup-Cayenne-Pfeffer“. Gleich nach der Schule begann ich zu arbeiten, ich ging nach Wien und für einige Jahre lief soweit alles nach Plan. Mit 20 Jahren wurden aber meine Hüftschmerzen wieder stärker und eine weitere Operation war notwendig. Diese OP katapultierte mich für ein knappes Jahr aus dem Berufsleben. Ich war auf Rehabilitation und lange im Krankenstand. Damals hatte ich noch keine Ahnung oder besser gesagt noch kein Bewusstsein dafür, dass mein Gesundheitszustand auch viel mit meinen täglichen Handlungen zusammenhängt, wie ernähre ich mich, wie könnte ich durch Bewegung meinen Heilungsprozess unterstützen. Meine betreuenden Ärzte und Therapeuten gaben mir auch keine Hinweise dazu, vielleicht habe ich es auch nicht gehört oder wollte es nicht hören.

Dann war der Zeitpunkt, als mich der Chefarzt der Krankenkasse zur Pensionsversicherungsanstalt geschickt hat. Ich war 23 Jahre alt und es stand im Raum, ob ich wegen meiner körperlichen Gebrechlichkeit um Frühpension ansuche, weil der gesetzliche Zeitrahmen, um Krankengeld zu bekommen, vorbei war.

Frühpension mit 23? Ich?

Rückblickend sag ich heute, wie absurd als 23-jährige, sich auf so einen Prozess einzulassen. Ich war damals anders und folgte den Empfehlungen der Behörden, hatte wenig eigene Meinung, kaum Selbstbewusstsein etc.  Zum Glück wurde dieses Ansuchen abgelehnt. Ich wollte aber nicht mehr zurück in den Arbeitsprozess und ich begann zu recherchieren. Welche Möglichkeiten gibt es. Ich hatte vorher nie daran gedacht zu studieren, aber jetzt erschien es mir reizvoll und Österreich bietet eine wunderbare Möglichkeit des sogenannten „Selbsterhalter-Stipendiums“. Das bedeutet wer über 4 Jahre gearbeitet hat und Steuern bezahlt hat, hat gute Chancen auf ein Stipendium. Und so war es auch bei mir, ich bekam das Stipendium. Jetzt war die große Frage, was soll ich studieren? Ganz neu auf der Uni Wien war ab 1990 der Studienversuch Ernährungswissenschaften erstmals als reguläres Studium. Das interessierte mich! Ich wollte mehr über meinen Körper und über Ernährung erfahren. Ich habe es durchgezogen bis zum Doktorat. Ich genoss die Studienzeit jede Sekunde nach einigen Jahren im Arbeitsprozess. Es war ein unglaublicher Luxus im Sommer 3 Monate frei zu haben, ich war wissbegierig und sog alles auf und die Krönung waren meine Aufenthalte in Mexiko, insgesamt fast 3 Jahre, wo ich zuerst meine Diplomarbeit und später meine Doktorarbeit schrieb. Das Fertigstellen meiner Doktorarbeit und die Vorbereitung auf die Abschluss-Prüfung dauerte ein knappes Jahr und das Stipendium ging zu Ende. Da begann ich wieder verstärkt zu arbeiten. Und ich traf meine spätere Chefin und Mentorin Irmgard Weinhandl, bei der Firma Winterheller Software, die irgendwann den für mich prägenden Satz aussprach:

„Statt der Frühpension zur Promotion!“

Da wurde mir erstmals bewusst, was ich geschafft hatte. Ja, das hab ich geschafft! Ich bin aktiv geworden und habe begonnen, meinen Traum zu leben, mehr über Gesundheit und Ernährung zu erfahren, nach und nach mehr Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Das mit dem Sport hat noch einige Jahrzehnte gedauert, da bin ich erst jetzt schön langsam auf einem guten Weg. Aber Ernährung und vor allem das Vermitteln von gesunder und ausgewogener Ernährung, das ist meine Leidenschaft geworden. Ich darf meine Berufung leben – als Beruf, der mich noch immer täglich erfüllt.

Mehr Gesundheit und Lebensfreude, individuell und nach deinen eigenen Regeln. Das zu vermitteln, meine Erfahrungen und die Tipps und Erfahrungen meiner Kunden zu teilen und weiterzugeben. Das ist meine Mission und Botschaft.

Im Jahr 2002 habe ich mein Unternehmen essen:z ernährung und beratung gegründet. seitdem durfte ich über 8000 Menschen persönlich beraten und zu ihrer Wohlfühlernährung führen. Mein Tätigkeitsbereich hat sich immer wieder erweitert mit Vorträgen, Kochkursen, ich begann zu unterrichten, ich schrieb mein erstes Buch, fast 10 Jahre hatte ich ein Kochstudio. Sehr dankbar blicke ich auf diese schönen, wertvollen Jahre zurück. Vor ziemlich genau einem Jahr reifte in mir der Wunsch, mich mehr und mehr auf die Weitergabe meiner Erfahrung und meines Wissens zu konzentrieren.

 Der online Lehrgang zur „Integrativen ErnährungsexpertIn“ war geboren.

Es war unglaublich schön zu sehen, dass sich 29 TeilnehmerInnen fanden, die jetzt in wenigen Wochen die ersten mit Zertifikat ausgebildeten Integrativen ErnährungsexpertInnen am deutschsprachigen Markt sein werden. Diese hochwertige Ausbildung braucht ein neues Dach und es entstand der Wunsch, die Firma auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen. Die Gründung einer GmbH war notwendig. Das Universum prüfte mich noch ein bisschen. Es gab Probleme mit dem Firmennamen, dann kam Corona, dann gab es noch ein paar Formfehler, aber jetzt ist es fix.

Voller Stolz und Freude präsentiere ich dir heute das Unternehmen:

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung GmbH

Das ist für mich ein riesengroßer Meilenstein. Ich hatte nie zu träumen gewagt, dass ich eine erfolgreiche Unternehmerin bin. Aber was noch viel wichtiger ist und was mich wirklich mit sehr viel Freude und Dankbarkeit erfüllt. Mein Unternehmen, mein Team, meine Lehrgangsteilnehmer, die ihr Wissen weitergeben. Wir alle leisten einen unglaublich wertvollen Beitrag!  Wer bei uns etwas über individuelle, ausgewogene, gesunde Ernährung lernt, gibt es weiter. Ob beruflich oder privat. Ich habe Großmütter im Lehrgang, die sagen, sie machen die Ausbildung, damit sie ihre Enkelkinder besser ernähren können! Menschen, in Gesundheitsberufen nutzen das Gelernte, um den Therapieerfolg Ihrer Kunden mit punktgenauen Ernährungs-Tipps zu unterstützen. So entsteht eine Kettenreaktion.

Das ist meine Vision für die nächsten Jahre. Ich habe mir ausgerechnet, wenn ich mit meiner Akademie in den nächsten Jahren 1000 Menschen ausbilde,  die auch jeweils 1000 andere Menschen dabei unterstützen, sich besser zu ernähren, aktiv mehr für ihre Gesundheit zu tun, dann unterstützen wir gemeinsam 1 Million Menschen!!!!

Statt der Frühpension zu 1 Million Menschen

Das sind 1 Million Menschen auf der Welt – mit mehr Gesundheit und mehr Lebensfreude!!! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Menschen, die besser essen, die eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umgehen, dass diese Menschen andere Kaufentscheidungen treffen. Andere Kaufentscheidungen unterstützen andere Produzenten, eine andere Landwirtschaft und nachhaltigere Systeme. Das wünsche ich mir für die Welt, die hoffentlich auch für unsere Nachkommen noch lebenswert ist.

Das tägliche Essen ist ein wichtiger Weg, wo jeder von uns bei jeder Mahlzeit eine Entscheidung treffen kann, wie unsere Welt in Zukunft aussehen soll. Ich leiste meinen Beitrag dazu, indem ich unermüdlich und mit voller Freude über genussvolles, gesundes Essen spreche. Mein Team unterstützt mich dabei täglich und DU hast die Möglichkeit, aktiv in dieser Bewegung mitzumachen.

Wenn diese Informationen, unser Wissen, unsere Ideen und Rezepte für dich hilfreich sind, freut es mich! Wenn du das Wissen nutzt und weitergibst, freut es mich noch viel mehr.

Der Mund ist das Tor zur Gesundheit – verbreiten wir gemeinsam diese Botschaft.

Danke für dein Interesse und für deine Zeit, dass du bisher gelesen hast. Vielleicht hat es dich inspiriert, vielleicht holst du dir daraus Mut, um deinen Traum zu leben.
Wie sagt mein Business Coach Sigrun immer: If I can do it, you can do it. Genauso ist es. Es ist viel mehr möglich, als wir immer glauben. Trau dich und geh deinen Weg. Alles Liebe Claudia


>> werde integrative Ernährungsexpertin und verändere Leben positiv, auch dein eigenes!

Der nächste ONLINE-Lehrgang beginnt am 1. Oktober. Je eher du dich dazu entschließt, umso früher profitierst Du vom BONUS-Paket. https://einfach-essen.com/akademie – Komm zum Info-Webinar am 3. August um 20 Uhr  – Anmeldung hier oder buche ein Informationsgespräch direkt in meinem Kalender