Pfefferminze – vom Kaugummi zum Verdauungselexier

Zahnpasten, Pastillen oder Kaugummis mit Minze sind ein Allrounder bei schlechtem Atem oder beim Gefühl nach mehr Erfrischung im Mundraum. Ja, das Aroma wird mittlerweile vollsynthetisch hergestellt, dennoch wird für diese Produkte auch aus den Pflanzen direkt extrahiertes Aroma verwendet.

Doch auch die Hausapotheke hat bei Mundgeruch etwas zu bieten: Pfefferminztee ist eine wirksame antiseptische Variante bei bestehenden Entzündungen der Mundschleimhaut und zur Vorbeugung.

Bereits der kräuterkundige Pfarrer Sebastian Kneipp war begeistert von der Minze: »Die Minze zählt zu den Hauptmitteln, welche den Magen stärken und die Verdauung befördern. Schon der würzige Geruch zeigt an, dass dieses Kräutlein bezüglich seiner Heilkraft einen vornehmen Platz einnehmen müsse.«

Wobei man gleich vorwegnehmen muss, dass die Pfefferminze (Mentha piperita) in alten Kräuterbüchern nicht zu finden ist. Im 17. Jahrhundert ist sie als eine spontane Kreuzung aus zwei bis drei verschiedenen Minzarten entstanden – so genau ist das nicht überliefert. Entdeckt wurde sie unter anderem von John Ray, einem englischen Biologen, im Jahr 1696 in einem englischen Garten. Aufgrund des scharfen, pfefferähnlichen Geschmacks wurde sie Peppermint – Pfefferminze – genannt.

Minze als Verdauungselexier

Pfefferminze schmeckt besonders gut zu Süßspeisen, Früchten, Schokolade und in Mixgetränken. Pikant eingesetzt hat unterstützt sie Hülsenfrüchte, Saucen, Huhn und Lamm und Naturjoghurt. Minze erfrischt Salate und junges Gemüse – besonders Erbsen und Karotten. Bei schwer verdaulichen Speisen – wie Hülsenfrüchte, Pilze, Fleisch- und Fischspeisen lindert Minze Verdauungsbeschwerden.

Wenn der Verdauungsprozess stockt bringt Minze wieder Bewegung in den Bauch. Die Bildung der Gallensäfte und die Magensaftsekretion wird angeregt. Diese Wirkung führt dazu, dass der Magen schneller entleert wird und der Appetit angeregt wird.

Auch bei Übelkeit und Blähungen tut die Minze auf Grund ihrer krampflösenden Wirkung gut und bei Gastritis ist sie ein unterstützendes Kraut.

Die Kraft des Menthols

Pfefferminze unterscheidet sich von anderen Minzearten durch den an Pfeffer erinnernden Geschmack und den hohen Mentholgehalt. Menthol ist der Haupt-Wirkstoff.

Durch einfaches Zerreiben der Blätter mit den Fingern kommt der unverwechselbare Geruch des Menthols – das ätherische Pfefferminzöl – zu Tage. Der erfrischende Geruch befreit den Kopf. Bei so manchen Kopfschmerzen bereitet ein Tropfen Pfefferminzöl auf den Schläfen aufgebracht eine Wohltat und Entspannung.

Wirkung: kühlend, erfrischend, sekretfördernd, antibakteriell, antimikrobielle, antiviral, geistig anregend, krampflösend, beruhigend, blähungswidrig, die Verdauung regulierend

Pfefferminzöl hilft bei Reizdarm-Syndrom

Die Betroffenen leiden meist unter plötzlichem Durchfall und Bauchkrämpfen.

Das Menthol der Pfefferminze sorgt für Entspannung in der Muskulatur des Darms und reduziert das Schmerzempfinden deutlich. Auf Grund der antibakteriellen Wirkung verbessert sich das Mikrobiom des Darms.

 

Ayran

Ein erfrischendes Sommergetränk das ursprünglich aus den Gebieten Georgien, Armenien und Anatolien stammt. Die ursprüngliche Variante wird aus Joghurt, Wasser und Salz zubereitet. Mehr nicht. Mittlerweile finden sich viele Variationen. Diese Variante mit Minze belebt das kühle Joghurt. Herrlich erfrischend an einem heißen Sommertag.

200 g Schafjoghurt, 100 g Wasser, 1 TL Zitronensaft, 1/2 TL Salz, etwas Kardamom, Cayennepfeffer, 7-10 frische Minzblättchen und 2-3 Rosenblütenblätter mixen und leicht gekühlt servieren.


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