Schlagwort-Archive: 5 Elemente Ernährung

Kalziumbedarf ohne Milchprodukte decken? Geht das?

… oder „Wie Du Deinen Körper optimal mit integrativer Ernährung unterstützt“ 

Doch gleich zu Beginn: Was ist Kalzium und warum ist es so wichtig?
Kalzium macht Knochen stark

Kalzium ist der wichtigste Bestandteil unserer Knochen und Zähne und der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff in unserem Körper. Zu 99 % ist das im Körper vorhandene Kalzium in den Knochen gespeichert, nur etwa 1 % zirkuliert im Blut und Gewebe. Knochen bestehen aus einem Eiweißgerüst, in dem die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor eingelagert sind. Kalzium gibt dem Skelett die nötige Stabilität, dient aber auch der Regulation der Blutgerinnung, der Muskelkontraktion und der Stabilisierung von Zellmembranen. Idealerweise bekommst Du ausreichend Kalzium über Deine Ernährung.

Wieviel Kalzium brauchen wir, um gesund zu bleiben?

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Mehr Eisen für dein Blut

Klar,  Eisen ist ein wichtiger Bestandteil für unseren Körper, das wissen wir schon seit unseren  Kindheitstagen. Der Matrose Popeye und seine Dosen mit Spinat sollten uns diesen schmackhaft machen, damit wir gesund und kräftig bleiben. Heute wissen wir, dass Kinder oft unnötig zum Spinatkonsum „gezwungen“ wurden, weil Spinat gar keine so gute Eisenquelle ist, wie immer behauptet wurde. Der Mythos beruhte auf einem Kommafehler, alle haben abgeschrieben und diesen übernommen, das wurde inzwischen auch von der Ernährungswissenschaft korrigiert. Geblieben ist aber die Botschaft,  dass Eisen für uns wichtig ist und unsere tägliche Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst. Versorgst du deinen Körper ausreichend mit Eisen? Wir zeigen dir, welche wichtigen Funktionen Eisen im menschlichen Körper hat und wie du durch eine integrative Ernährung optimal mit diesem Spurenelement versorgt wirst.

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement

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Die 6 besten Gründe um Bohnen, Linsen & Co zu genießen

Hülsenfrüchte können was! Die Liste der gesundheitlichen und ökologischen Vorteile ist so groß, dass dieser Blog-Beitrag länger geworden ist als geplant.

Man könnte ihn auch als Plädoyer für Bohnen, Erbsen und Linsen sehen.

Hülsenfrüchte sind sowohl wohlschmeckend als auch sehr gesund. Sie enthalten viel Eiweiß und Ballaststoffe und machen lange satt. Hülsenfrüchte sind daher gut für die Figur und oben drein noch klimaschonend: Sie nutzen mit Hilfe von Bakterien den natürlichen Stickstoff der Luft. Beim Anbau der kleinen Köstlichkeiten werden bis zu 86 % weniger Treibhausgase freigesetzt als bei der Fleischproduktion.

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Essig – Gib mir Saures

Essig ist so herrlich erfrischend. Ein Esslöffel Apfelessig am frühen Morgen … nein, weckt sicherlich keine Sorgen. Apfelessig ist ein uraltes Heilmittel und Würzmittel, dass aus unseren Küchen nicht wegzudenken ist, und ein großartiges Gesundheitselexier ist. Spitzenköche schwören auf Säure im Essen – das soll deren Geheimnis sein, so sagt man. Die Traditionelle Medizin weiß das seit Jahrtausenden. In der TCM ist Essig dem Holzelement zugeordnet und darf in nahezu keiner Speise fehlen. Die Säure rundet jedes Gericht geschmacklich wunderbar ab. So ist der Schuss Essig als Abschluss bei Linsengerichten und Gemüsecremesuppen aus der 5-Elementeküche nicht wegzudenken.

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Statt der Frühpension zur Million

In diesen Tagen genieße ich einen Buchschreib-Aktiv-Urlaub in Österreich und ich gönne mir eine Auszeit von Terminen in wunderbarer Natur. Beim Wandern über Wiesen und durch Wälder oder beim Radfahren empfinde ich in diesen Tagen tiefste Dankbarkeit für mein Leben. Deshalb möchte ich ein paar Gedanken mit dir teilen und mich aus tiefstem Herzen bei DIR bedanken, dass wir Teile meines Weges gemeinsam gehen.

Ein etwas anderer Blogartikel. Privat, persönlich & etwas länger. Ich danke dir jetzt schon, dass du ihn bis zum Ende liest.

Seit über 25 Jahren habe ich das Privileg, mich einen Großteil meiner Zeit mit den Themen Ernährung und Gesundheit zu beschäftigen. Warum mir diese Themen wichtig sind, hat viel mit meiner persönlichen Geschichte zu tun.
Ich hatte als Kind mehrere Hüft-Operationen und war deshalb die ersten Schuljahre vom Turnunterricht befreit und bin bis heute keine Sportskanone. Gleichzeitig ist das Thema Übergewicht in meiner Familie ein Thema – da gibt es einige Verwandte, die über hundert Kilo auf die Waage bringen.

Diese Kombination, kein Sport und eine gewisse genetische Veranlagung führten auch bei mir in jungen Jahren zu den ersten Speckröllchen um die Körpermitte, wildeste Diätversuche inklusive. Ich sag nur „Ahornsirup-Cayenne-Pfeffer“. Gleich nach der Schule begann ich zu arbeiten, ich ging nach Wien und für einige Jahre lief soweit alles nach Plan. Mit 20 Jahren wurden aber meine Hüftschmerzen wieder stärker und eine weitere Operation war notwendig. Diese OP katapultierte mich für ein knappes Jahr aus dem Berufsleben. Ich war auf Rehabilitation und lange im Krankenstand. Damals hatte ich noch keine Ahnung oder besser gesagt noch kein Bewusstsein dafür, dass mein Gesundheitszustand auch viel mit meinen täglichen Handlungen zusammenhängt, wie ernähre ich mich, wie könnte ich durch Bewegung meinen Heilungsprozess unterstützen. Meine betreuenden Ärzte und Therapeuten gaben mir auch keine Hinweise dazu, vielleicht habe ich es auch nicht gehört oder wollte es nicht hören.

Dann war der Zeitpunkt, als mich der Chefarzt der Krankenkasse zur Pensionsversicherungsanstalt geschickt hat. Ich war 23 Jahre alt und es stand im Raum, ob ich wegen meiner körperlichen Gebrechlichkeit um Frühpension ansuche, weil der gesetzliche Zeitrahmen, um Krankengeld zu bekommen, vorbei war.

Frühpension mit 23? Ich?

Rückblickend sag ich heute, wie absurd als 23-jährige, sich auf so einen Prozess einzulassen. Ich war damals anders und folgte den Empfehlungen der Behörden, hatte wenig eigene Meinung, kaum Selbstbewusstsein etc.  Zum Glück wurde dieses Ansuchen abgelehnt. Ich wollte aber nicht mehr zurück in den Arbeitsprozess und ich begann zu recherchieren. Welche Möglichkeiten gibt es. Ich hatte vorher nie daran gedacht zu studieren, aber jetzt erschien es mir reizvoll und Österreich bietet eine wunderbare Möglichkeit des sogenannten „Selbsterhalter-Stipendiums“. Das bedeutet wer über 4 Jahre gearbeitet hat und Steuern bezahlt hat, hat gute Chancen auf ein Stipendium. Und so war es auch bei mir, ich bekam das Stipendium. Jetzt war die große Frage, was soll ich studieren? Ganz neu auf der Uni Wien war ab 1990 der Studienversuch Ernährungswissenschaften erstmals als reguläres Studium. Das interessierte mich! Ich wollte mehr über meinen Körper und über Ernährung erfahren. Ich habe es durchgezogen bis zum Doktorat. Ich genoss die Studienzeit jede Sekunde nach einigen Jahren im Arbeitsprozess. Es war ein unglaublicher Luxus im Sommer 3 Monate frei zu haben, ich war wissbegierig und sog alles auf und die Krönung waren meine Aufenthalte in Mexiko, insgesamt fast 3 Jahre, wo ich zuerst meine Diplomarbeit und später meine Doktorarbeit schrieb. Das Fertigstellen meiner Doktorarbeit und die Vorbereitung auf die Abschluss-Prüfung dauerte ein knappes Jahr und das Stipendium ging zu Ende. Da begann ich wieder verstärkt zu arbeiten. Und ich traf meine spätere Chefin und Mentorin Irmgard Weinhandl, bei der Firma Winterheller Software, die irgendwann den für mich prägenden Satz aussprach:

„Statt der Frühpension zur Promotion!“

Da wurde mir erstmals bewusst, was ich geschafft hatte. Ja, das hab ich geschafft! Ich bin aktiv geworden und habe begonnen, meinen Traum zu leben, mehr über Gesundheit und Ernährung zu erfahren, nach und nach mehr Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Das mit dem Sport hat noch einige Jahrzehnte gedauert, da bin ich erst jetzt schön langsam auf einem guten Weg. Aber Ernährung und vor allem das Vermitteln von gesunder und ausgewogener Ernährung, das ist meine Leidenschaft geworden. Ich darf meine Berufung leben – als Beruf, der mich noch immer täglich erfüllt.

Mehr Gesundheit und Lebensfreude, individuell und nach deinen eigenen Regeln. Das zu vermitteln, meine Erfahrungen und die Tipps und Erfahrungen meiner Kunden zu teilen und weiterzugeben. Das ist meine Mission und Botschaft.

Im Jahr 2002 habe ich mein Unternehmen essen:z ernährung und beratung gegründet. seitdem durfte ich über 8000 Menschen persönlich beraten und zu ihrer Wohlfühlernährung führen. Mein Tätigkeitsbereich hat sich immer wieder erweitert mit Vorträgen, Kochkursen, ich begann zu unterrichten, ich schrieb mein erstes Buch, fast 10 Jahre hatte ich ein Kochstudio. Sehr dankbar blicke ich auf diese schönen, wertvollen Jahre zurück. Vor ziemlich genau einem Jahr reifte in mir der Wunsch, mich mehr und mehr auf die Weitergabe meiner Erfahrung und meines Wissens zu konzentrieren.

 Der online Lehrgang zur „Integrativen ErnährungsexpertIn“ war geboren.

Es war unglaublich schön zu sehen, dass sich 29 TeilnehmerInnen fanden, die jetzt in wenigen Wochen die ersten mit Zertifikat ausgebildeten Integrativen ErnährungsexpertInnen am deutschsprachigen Markt sein werden. Diese hochwertige Ausbildung braucht ein neues Dach und es entstand der Wunsch, die Firma auf eine solide wirtschaftliche Basis zu stellen. Die Gründung einer GmbH war notwendig. Das Universum prüfte mich noch ein bisschen. Es gab Probleme mit dem Firmennamen, dann kam Corona, dann gab es noch ein paar Formfehler, aber jetzt ist es fix.

Voller Stolz und Freude präsentiere ich dir heute das Unternehmen:

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung GmbH

Das ist für mich ein riesengroßer Meilenstein. Ich hatte nie zu träumen gewagt, dass ich eine erfolgreiche Unternehmerin bin. Aber was noch viel wichtiger ist und was mich wirklich mit sehr viel Freude und Dankbarkeit erfüllt. Mein Unternehmen, mein Team, meine Lehrgangsteilnehmer, die ihr Wissen weitergeben. Wir alle leisten einen unglaublich wertvollen Beitrag!  Wer bei uns etwas über individuelle, ausgewogene, gesunde Ernährung lernt, gibt es weiter. Ob beruflich oder privat. Ich habe Großmütter im Lehrgang, die sagen, sie machen die Ausbildung, damit sie ihre Enkelkinder besser ernähren können! Menschen, in Gesundheitsberufen nutzen das Gelernte, um den Therapieerfolg Ihrer Kunden mit punktgenauen Ernährungs-Tipps zu unterstützen. So entsteht eine Kettenreaktion.

Das ist meine Vision für die nächsten Jahre. Ich habe mir ausgerechnet, wenn ich mit meiner Akademie in den nächsten Jahren 1000 Menschen ausbilde,  die auch jeweils 1000 andere Menschen dabei unterstützen, sich besser zu ernähren, aktiv mehr für ihre Gesundheit zu tun, dann unterstützen wir gemeinsam 1 Million Menschen!!!!

Statt der Frühpension zu 1 Million Menschen

Das sind 1 Million Menschen auf der Welt – mit mehr Gesundheit und mehr Lebensfreude!!! Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Menschen, die besser essen, die eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umgehen, dass diese Menschen andere Kaufentscheidungen treffen. Andere Kaufentscheidungen unterstützen andere Produzenten, eine andere Landwirtschaft und nachhaltigere Systeme. Das wünsche ich mir für die Welt, die hoffentlich auch für unsere Nachkommen noch lebenswert ist.

Das tägliche Essen ist ein wichtiger Weg, wo jeder von uns bei jeder Mahlzeit eine Entscheidung treffen kann, wie unsere Welt in Zukunft aussehen soll. Ich leiste meinen Beitrag dazu, indem ich unermüdlich und mit voller Freude über genussvolles, gesundes Essen spreche. Mein Team unterstützt mich dabei täglich und DU hast die Möglichkeit, aktiv in dieser Bewegung mitzumachen.

Wenn diese Informationen, unser Wissen, unsere Ideen und Rezepte für dich hilfreich sind, freut es mich! Wenn du das Wissen nutzt und weitergibst, freut es mich noch viel mehr.

Der Mund ist das Tor zur Gesundheit – verbreiten wir gemeinsam diese Botschaft.

Danke für dein Interesse und für deine Zeit, dass du bisher gelesen hast. Vielleicht hat es dich inspiriert, vielleicht holst du dir daraus Mut, um deinen Traum zu leben.
Wie sagt mein Business Coach Sigrun immer: If I can do it, you can do it. Genauso ist es. Es ist viel mehr möglich, als wir immer glauben. Trau dich und geh deinen Weg. Alles Liebe Claudia


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Sommerhitze: 5 coole Lebensmittel

Die Sommerhitze plagt uns – und wir können es uns einfacher machen. Es gibt so viele herrliche erfrischende Lebensmittel. 5 habe ich ausgewählt – sie bringen Erfrischung und nähren deine Säfte.
  1. Fisch – erfrischendes aus dem Wasser
  2. Minze – erfrischend im Tee
  3. Tomaten – knallrote coole Power
  4. Gerste – dämpft das Feuer
  5. Melone – schmeckt auch gebraten
Durch erfrischende Lebensmittel ist die Hitze erträglicher. Passe Deine Ernährung an. Vermeide schweres, fettiges Essen  – bei hohen Temperarturen ist das eine enorme Belastung für Deinen Körper.
Obst und Gemüse erfrischt und tut gut. Gekocht ist es noch bekömmlicher für Dich. Kompotte und Antipasti sind nun eine Wohltat um deinen Säftehaushalt zu stützen.
Obst und Gemüse liefert dir zudem viele wertvolle Vitamine, Sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und Mineralstoffe. So bist du gut mit Flüssigkeit versorgt und voller Energie.

Fisch – erfrischendes aus dem Wasser

Fisch ist eine wunderbare, hochwertige Delikatesse. Sowohl Meeresfische als auch heimische Süßwasserfische sind eine gute Quelle für hochwertiges Eiweiß, Jod, Selen und Vitamin D. Vor allem fettreiche Fische zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus. Besonders wichtig dabei sind die Omega-3-Fettsäuren, die Entzündungen reduzieren. Unser Körper ist auf die Zufuhr von außen angewiesen. Entwicklungsgeschichtlich haben langkettige Fettsäuren, wie Omega 3 unsere Gehirnentwicklung ermöglicht, die uns von anderen Lebensformen unterscheidet.

Kalt kochen, was ist das?

Eine klassische Zubereitung des kalten kochens ist Ceviche, ich kenne und liebe diese Speise aus meiner Zeit in Mexiko – es ist quasi kalt gekochter Fisch. Die Säure von Limetten- oder Zitronensaft denaturiert die Eiweiß-Struktur des Fisches und macht ihn noch bekömmlicher. Außerdem ist das wunderbar erfrischend – ich liebe Ceviche im Sommer.

Ceviche vom Alpenlachs/Bergforelle – geht auch vom Zander, Forelle, Lachsforelle⠀- nimm dafür eine erstklassige Qualität

2 Portionen: 1 Filet vom Alpenlachs oder von der Bergforelle, Saft einer Zitrone oder Limette, 1 kleine rote Zwiebel oder 1 Frühlingszwiebel (kann auch entfallen), 2 schöne reife, weiche Pfirsiche oder Nektarinen, frische Kräuter nach Wahl, z.B. Minze, Petersilie, Dille, Koriander, Chili nach Geschmack, Olivenöl, Salz, Pfeffer⠀

Fischfilet häuten, Gräten entfernen und grob würfeln. Fischstücke mit Zitronensaft in einer Schüssel vermengen und kurz ziehen lassen. Zwiebel und Kräuter fein hacken. Pfirsich in Stücke schneiden. Fisch mit restlichen Zutaten vermengen und gekühlt servieren.

Ein wunderbar yinisierendes (TCM) Gericht – was so viel bedeutet: die erfrischend, kühlende Wirkung zu verstärken und dazu gehört auch das sogenannte „kalt kochen“.

Für alle in Österreich: Besonders gute Fisch-Qualität, die du unbedenklich roh verzehren kannst, bekommst du bei www.fischessen.at , der Fischhändler meines Vertrauens. Online bis Mittwoch Mitternacht bestellen und am Freitagvormittag von der Post gekühlt und superfrisch den Fisch entgegen nehmen oder vor der Haustür abstellen lassen.

Pfefferminze – erfrischend im Tee

Die Pfefferminze hat eine ganz spezielle Wirkungsweise: Durch den scharfen Geschmack wirkt sie erst erwärmend, hinterher allerdings kühlend und erfrischend

Im täglichen Kücheneinsatz schmeckt Pfefferminze besonders gut zu Süßspeisen, Früchten, Schokolade und in Mixgetränken. Sie passt auch gut zu Hülsenfrüchten, Soßen, Huhn und Lamm oder frisch gehackt in Naturjoghurt. Minze erfrischt Salate und junges Gemüse – besonders Erbsen und Karotten.

Angenehm erfrischend ist Pfefferminztee. Durch die kühlende Wirkung des Menthols ist gesüßter Pfefferminztee an heißen Tagen besonders empfehlenswert, er erfrischt und regt den Geist an. Magen- und Darmverstimmungen werden durch die krampflösende Wirkung beruhigt. Die Verdauung wird aktiviert.

Und so geht’s: 3-4 frische Pfefferminzblätter mit kochendem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen. Mit etwas Zucker oder Honig süßen.

 Tomaten

Die Tomate hat so viele klingende Namen: Paradeiser, Liebesapfel, Paradiesapfel, Paradeisapfel, Goldapfel (ital. pomodoro). Sie wird in den unterschiedlichsten Formen und Farben kultiviert, von dunkellila, knallrot bis blassgelb und grün, kugelrund, länglich und birnenförmig. Weit über 3000 Sorten sollen es sein.

Alle Sorten haben eines gemeinsam: Sie sind wässrig. Dies bezeichnet auch der ursprüngliche Name. In ihrem Ursprungskontinent Südamerika, wo die Tomate auch wild wächst, wurde sie von den Azteken »xītomatl« genannt, was so viel wie dickes Wasser bzw. angeschwollen bedeutet. Sie zählt zu den kühlendsten Lebensmitteln. Im Sommer, im Hochsommer, wenn sie im Garten reif ist, ist sie roh genossen ein erfrischender Genuss. Gekocht – als wunderbare Soße mit Zwiebeln, Knoblauch und mediterranen Gewürzkräutern wie Rosmarin und Basilikum – ist sie das ganze Jahr über beliebt.

Die gekochte Sauce hat noch einen weiteren Vorteil: Das enthaltene Lycopin – ein Carotinoid-Farbstoff – der den Tomaten die intensive rote Farbe verleiht ist bei verarbeiteten Tomaten besser verfügbar. Es ist dadurch bereits aus den Zellstrukturen gelöst und sorget dafür, dass Lycopin im Darm schneller und besser aufgenommen wird.

Gerste

Gerste (Hordeum vulgare) dämpft aus Sicht der TCM das Feuer. Sie zählt zu den wahrscheinlich ältesten kultivierten Getreiden – man denkt an einen Zeitraum von in etwa 8000 Jahren. Bereits in der Steinzeit wurden Hülsenfrüchte zwischen Hafer und Gerste gesät. Diese Anbaumethode wurde aufgrund der aufwendigen Ernte verworfen, lediglich in Teilen Frankreichs wird sie noch praktiziert. Und dennoch führt Gerste eher ein Schattendasein in der heutigen Ernährung. Dabei ist die Gerste nicht nur sehr sättigend, sondern wird auch als Heilmittel geschätzt.

Sehr früh wurde Gerstenwasser als Fiebertrank geschätzt. Holunderblüten, Zitronensaft, Erdbeeren und Himbeeren unterstützen die kühlende und befeuchtende Wirkung. So ist Gerstenwasser eine wunderbare Erfrischung im Sommer und bei Wechselbeschwerden. Innerlich wie auch äußerlich. >>> Ohne Zitronensaft verwendet soll es laut Hildegard von Bingen, dem Badewasser zugesetzt zu einem schönen Teint verhelfen.

GERSTE hat einen hohen Gehalt an Eisen, Zink und Mangan. Wie Reis gleicht auch Gerste Wasser im Körper aus, beruhigt die Schleimhäute im Magen-Darmbereich, wirkt antioxidativ, senkt hohes Cholesterin und beseitigt Wasseransammlungen. Bei Völlegefühl und Verdauungsschwäche bzw. Verstopfung wirkt sie entstauend und leicht abführend.

Das Bindegewebe, Haare und Nägel werden gestärkt. Gerste ist leicht verdaulich, entzündungshemmend und muskelaufbauend. Der süßliche Geschmack und die erfrischende Wirkung tonisiert Qi und Blut – Gerste wird therapeutisch eingesetzt, um Hitze auszuscheiden.

Melone

Köstlich erfrischend ähnlich einer Gurke. Ja, tatsächlich sind die Melonen, vor allem die Zuckermelone mit der Gurke eng verwandt.

Der Wassergehalt von Melonen ist – ähnlich der Gurken – sehr hoch. Gut 95% der Frucht sind Wasser. Genau deshalb ist sie im Sommer so angenehm. Melonen sind richtig gute Durstlöscher und haben ganz nebenbei einen hohen Gehalt an Carotinoiden. Die natürlichen Farbstoffe stärken das Immunsystem, Herz und Gefäße, schützen vor Augenerkrankungen und haben eine entzündungshemmende Wirkung.

Um zu wissen, wann Wasser-Melonen reif sind, gibt es einen einfachen Trick. Man klopft auf die Melone – bei einem dumpfen Geräusch kann man sie mitnehmen. Sie ist reif. Wenn sie hohl klingt, dann lass sie lieber, denn Melonen reifen nicht nach.

Wassermelonen kann man auch auf Vorrat kaufen. Ganze Melonen lassen sich gut bei Zimmertemperatur lagern. Erst wenn sie aufgeschnitten ist, muss sie in den Kühlschrank.

Rezept: Wassermelone in Scheiben schneiden in einer Pfanne mit etwas Butter ganz kurz anbraten, mit Chili, Zimt und rosa Pfeffer würzen und mit Feta sowie Minzeblättchen genießen.


>> werde integrative Ernährungsexpertin

Der nächste ONLINE-Lehrgang beginnt am 1. Oktober. Je eher du dich dazu entschließt, umso früher profitierst Du vom BONUS-Paket. https://einfach-essen.com/akademie – Buche ein Informationsgespräch direkt in meinem Kalender: https://calendly.com/einfach-essen/infogesprach-ausbildung

Ich freue mich auf Dich als BotschafterIn für Gesundheit und Lebensfreude

Claudia

Süße Grüße vom Kirschenbaum …

Eine meiner Lieblings-Obstsorten sind Kirschen. Vielleicht auch, weil es bei uns zu Hause einen Baum mit Herzkirschen gab. Leider gab. Der Neugestaltung des Gartens ist der schöne, alte Kirschbaum zum Opfer gefallen. Und irgendwie finde ich ganz selten, wo Kirschen, die so gut schmecken, wie die, die ich als Kind frisch vom Baum gepflückt und genascht habe.
Kirschen wurden schon im Neolithikum gegessen, aber so richtig populär machte sie der römische Feldherr Lucullus, der 64 v.Chr. aus Kleinasien eine Süßkirsche nach Rom brachte und sie großzügig anbauen ließ. Seither werden Kirschbäume gehegt und gepflegt in über 1000 Sorten. Kirschen sind sehr widerstandsfähige Obstbäume und die Entwicklung der Frucht geht rasch – in 100 Tagen von der Blüte bis zur Ernte. Somit gehören Kirschen zu den ersten Sommerfrüchten auf dem Markt.

TCM-Tipp

Das seit dem Frühjahrsbeginn wachsende Yang hat nun seinen Höhepunkt überschritten. Ab jetzt gewinnt das Yin wieder mehr an Raum. Bei sommerlichen Temperaturen gelüstet uns nach „kühlendem“ frischem Obst und Salaten. Trotzdem sollten wir die thermische Qualität berücksichtigen und darauf achten, ob die rohen Zutaten dem eigenen Typ zuträglich sind. Wenn du zu „Leere“ neigst, oft fröstelst und dir selbst im Sommer eher kalt ist, dann bevorzuge bitte „warme“ Früchte wie Kirschen sie fördern den Blutaufbau und nähren die Säfte.

Kirschen als Jungbrunnen?

Kirschen sind nicht nur optisch verführerisch, auch gesundheitlich haben sie einiges zu bieten, vor allem viel Vitamin C und das Superflavonoid Anthozyan, welches in der roten Farbe enthalten ist. Anthozyane verlangsamen die Zell-Alterung und wirken degenerativen Krankheiten entgegen. Und obwohl Kirschen sehr süß sind, liefern sie nur rund 58 kcal/100 g.
Doch übertreibe nicht: Nascht du sehr viele Kirschen und trinkst Wasser dazu, kann das zu Koliken führen.

Die Stiele als Volksmedizin für das Herz

Die Volksmedizin nutzt seit Jahrhunderten die Heilkraft der Kirschen. Ein Aufguss aus Kirsch-Stielen wirkt herzstärkend und harntreibend. Er wird auch gerne als Gesichtswasser bei Pickel und Mitesser eingesetzt. >> Mit Kirschen innen und außen einfach schön sein.

Die Kerne als wohliges Wärmekissen: Kirschkernkissen.

Baumwohlstoffe mit gesäuberten und getrockneten Kirschkernen befüllt sind wunderbare Wärme- und auch Kältespender. Im Backofen bei 100-150 °C in Alufolie gewickelt erwärmt hilft es bei Verspannungen im Bereich des Nackens und auch bei Bauchschmerzen. Setz oder leg dich entspannt hin – so, dass das Kissen nicht verrutschen kann und lass das Kissen ca. 15 Minuten auf der schmerzenden Stelle ruhen, wickle dich in eine Decke ein und genieße die Wärme.
Bei Insektenstichen und bei großer Hitze ist es eine Wohltat ein im Gefrierschrank gekühltes Kirschkernkissen auflegen zu können.

Einkaufstipps

Achte beim Einkauf auf Früchte mit kräftiger Farbe, die einen grünen, frischen Stiel haben. Gut gekühlt sind Kirschen einige Tage haltbar, vor dem Verzehr sollten sie aber zu Zimmertemperatur „aufwärmen“, damit sie ihr volles Aroma entfalten.

Rezept: Kirschen in Hülle und Fülle im Vollkornbett

Kirschenmichel
2-3 Portionen: 4 Scheiben Vollkorn-Toastbrot, Butter für die Form, 200 ml (Pflanzen)Milch, 1 EL Vanillezucker, 3 Eier, Kardamompulver, 500 g Kirschen, ½ TL Kakaopulver, 1-2 EL gehackte Mandeln
Toastbrot kurz toasten und auskühlen lassen. Backofen auf 180 Grad vorheizen. 2 Brotscheiben in eine mit Butter eingefettete Auflauf-Form legen. Kirschen waschen, entkernen und 2/3 gleichmäßig auf die Brotscheiben verteilen. Mit den restlichen beiden Scheiben abdecken. Milch mit Vanillezucker, Eiern, Kardamom und Kakao gut verquirlen und darüber verteilen. Die restlichen Kirschen und die Mandeln darüber streuen und im Backofen bei 180 Grad für 30 – 35 Minuten backen. Mit etwas Staubzucker bestreut servieren.
Eine feine Süßspeise die durch die Süße der Kirschen besticht. Schmeckt auch zum Frühstück – probiere es aus.
Guten Appetit! Post das Gericht auf Deiner Facebook-Seite und markiere mich. Füge ein @ ein und gleich danach @Dr.Claudia Nichterl … so findet mich das WWW. Lieben Dank fürs weitertragen meiner Rezepte. Du trägst dadurch auch meine Vision weiter.: #DerMundIstDasTorZurGesundheit
Der Mund ist das Tor zur Gesundheit und Lebensfreude. Jeden Tag aufs Neue!
Du willst es dir lieber anschauen? Abonniere meinen Facebook-Kanal und erfahre regelmäßig Neues. Jeden Montag um 12 Uhr gibt es ein Facebook Live mit interessanten Infos. Du kannst mir Fragen stellen – schick dazu einfach ein e-mail an office@essenz.at Ich freu mich auf einen spannenden Austausch!

HANFtastisches Powerfood

Als integrative Ernährungsexpertin ist es mir ein großes Anliegen über die Ernährung auch einen Teil für die Umwelt beizutragen. Nun denkst du sicher an Bio, an regional und an saisonal. Super! Ja genau diese Schlagworte haben sich bereits verinnerlicht. Ich bin begeistert! und damit es nicht bloß Schlagworte bleiben, stelle ich dir regelmäßig Lebensmittel vor – eines fantastischer als das andere! Eines dieser herausragenden Lebensmittel ist Hanf

Fantastischer Hanf

Hanf ist fantastisch! Hanf wird von A-Z verwendet. Kennst du die Trends „Nose to Tail“ oder auch  „Root to leaf“? Beide Trends – so könnte ich jetzt sagen basieren auf der alten Tradition der Verwendung von Hanf.

Ja! Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt und wird komplett verwertet – Hier kannst du dir eine Übersicht herunterladen um einen Überblick zu bekommen: Hanftafel-A4

Hanf ist wahrlich in die Geschichtsbücher eingegangen. 1450 hat Gutenberg die erste Bibel auf Hanfpapier gedruckt! Ohne der Hanftaue und Hanfsegel  mit denen Kolumbus über die Weltmeere segelte – wären wir in Europa wohl erst viel viel später in den Genuss vieler köstlicher Lebensmittel gekommen. Tomaten, Mais, Kartoffeln und viele mehr sind erst durch die vielseitige Nutzung von Hanf in unseren Alltag integriert worden.

Hanf als Beruhigungsmittel?

CBD  (Cannabidiol) hilft bei nervlichen und psychischen Problemen und Autoimmunerkrankungen, die auf eine übermäßige Reaktionen des Immunsystems zurückzuführen sind.  Migräne, Menstruationsbeschwerden, Angstzustände, Schlafstörungen, etc. Die Wirkweise ist vielseitig. CBD (Cannabidiol) ist einer der in Hanf enthaltenen Cannabinoide und ist derzeit nur als Nahrungsergänzungsmittel zu gelassen.

Dabei ist Hanf selbst ein besonders wertvolles Lebensmittel – seit Jahren – bereits als ich mein Kochstudio führte, hatte ich auch Hanfsamen in meinem kleinen Verkaufsregal. Es war mir wichtig und heute umso mehr, dass Menschen, diese kleinen Powersamen kennenlernen und  lieben lernen – denn sie tun so viel für uns.

Was sind die Hanfsamen?

Diese kleinen Power-Samen – sind die braunen Nussfrüchte von Nutzhanf (Cannabis sativa), der in der Küche verwendet wird. Es sind speziell zugelassene Hanfsorten, deren Gehalt an dem berauschenden Wirkstoff THC unter 0,3% liegen muss.

Nutzhanf hat einen hohen ernährungsphysiologischen Wert.

  • Verträglichkeit

    Hanfsamen sind auf Grund ihrer Zusammensetzung ganz wunderbar verträglich. Es gibt kaum allergene Reaktionen, Verdauungsbeschwerden oder pathogene Erscheinungen.

  • Ballaststoffe

    auch der Ballaststoffanteil ist herausragend 100 g ungeschälte Hanfsamen enthalten 39 g Ballaststoffe. Die ungeschälten Hanfsamen werden gerne zum Knabbern verwendet, zumal sich unter der harten Schale ein weicher Kern verbirgt.

  • Protein

    100 g geschälte Hanfsamen enthalten 30 g Eiweiß aber nur 3 g Kohlenhydrate. Das Eiweiß der Hanfsamen ist besonders hochwertig, da es leicht verdaulich ist. Speziell in der pflanzlichen Ernährung hat es einen hohen Stellenwert.

Fettsäuren in Hanfsamen liefern ein optimales Verhältnis von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren von 3:1!
  • Omega 3

    Omega-3-Fettsäuren gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst herstellen kann. Sie sind essentiell und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Für unsere Ernährung sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Linolsäure und Alpha-Linolensäure die in Hanf enthalten sind von großer Bedeutung.

    Und hier wechsle ich gleich direkt zum Hanföl. Ich hatte wieder einmal Kontakt mit meiner Studienkollegin Gerda Steinfellner und wir haben uns über ihre tollen Hanfprodukte ausgetauscht. Gerda hat mit der Firma Hanfland ganz was großartiges aufgebaut. Daher ist dieser Blog-Artikel eine Mischung aus Information und Werbung. Werbung aus Überzeugung, da mir regionale Betriebe besonders am Herzen liegen – und Lebensmittel sowieso – und noch dazu hat sich Gerda eine kleine Überraschung für meine Kunden ausgedacht und das finde ich besonders aufmerksam von ihr! – Doch dazu später.

Zur Herstellung des regionalen Hanföls von Hanfland werden die ungeschälten Samen der Hanfpflanze besonders schonend kalt gepresst: Tropfenweise werden pro Stunde rund zwei Liter hochwertiges Bio Öl gewonnen. Das nenne ich Achtsamkeit und Slow Food! Fantastisch!

Aus 5 KILOGRAMM Hanfsamen wird EIN LITER feines HANFSAMENÖL gewonnen. 

Die enthaltene Alpha-Linolensäure trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 2 g Alpha-Linolensäure ein >>> Mit einem Esslöffel Hanföl (15 g) deckst du diese empfohlene tägliche Aufnahme.

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind wichtig. Das enthaltene Vitamin E trägt weiters dazu bei die Zellen vor oxidativen Stress zu schützen. Aus diesem Grund ist Hanföl im Gegensatz zu Leinöl elf Monate haltbar.

Es ist so herrlich grün! Warum?

Die ungeschälten Hanfsamen werden mittels Kaltpressung zu Hanföl gepresst. Durch das natürliche Absetzverfahren klärt das Hanföl ohne Filterung zu einem besonders hochwertigen Bioprodukt.

Die sekundären Pflanzenstoffe aus der Hanfsamenschale verleihen dem Hanföl seine charakteristische grünlich-braune Farbe.

Schlank mit Hanföl

Auch für die Figur ist der Verzehr von Hanföl ein Gewinn – im Gegensatz zu gesättigten pflanzlichen und tierischen Fettsäuren wird es nicht in das körpereigene Fettgewebe eingelagert, sondern für den Aufbau neuer Zellen (vor allem der Zellmembran) herangezogen. Damit ist Hanföl der ideale Begleiter während einer Ernährungsumstellung.

Wie koche ich damit?

ZUM VERFEINERN ODER GANZ EINFACH PUR eignet sich Hanföl mit seinem nussigen Geschmack. Dips, Salate, Aufstriche, Gemüse und Kartoffelgerichte lieben Hanf. Probier´s aus. Wenn dein Gericht fertig ist, verfeinere es mit dem hochwertige Öl.

Heute habe ich Lust auf pikant gefüllte Palatschinken.
Hier ist das Rezept für dich:
zuerst bereite ich den Hanfdrink zu: 70 g Hanfsamen mit 430 ml Wasser 1 Minute mixen.
  1. 500 g Hanfdrink mit 3 Eier, ½ TL Salz, 300 g Mehl, 1 Prise Kardamom zu einen Teig verrühren und kurz rasten lassen
  2. 1 Zwiebel fein hacken und mit 500 g Rinderfaschiertem (Hackfleisch), 200 g Paprika und 2 Tomaten in kleinen Würfeln garen. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Kümmel würzen.
  3. Aus dem Teig Palatschinken backen und damit füllen, mit geriebenem Bergkäse bestreuen und einen großen Salat dazu reichen. Das Dressing ist mit Hanföl.

So nun aber zur angekündigten Überraschung von Gerda Steinfellner und Hanfland.

Sie gibt uns allen einen Rabatt von 10 % auf die Hanf-Produkte im Online-Shop. Bestelle gleich dein Hanföl, deine Hanfsamen und verwende den Gutschein-Code: Essenz

Der Gutscheincode ist bis 20.Juli 2020 gültig

>>>> Hier kommst du zum Shop von Hanfland: https://www.hanfland.at/shop/

Das finde ich wunderbar! Danke dir Gerda, dafür und für Deine tollen Produkte.

Mit diesem Kauf unterstützt du einen heimischen Bio-Betrieb. Du erhältst Produkte aus österreichischer Bio-Landwirtschaft – frei von Pestiziden, Schwermetallen & Co. die voll Geschmack sind.

Was macht Hanfland so besonders? „Seed to Seal“ – vom Samen bis zum Siegel – mit österreichischer Ursprungsgarantie für den Bio Hanf. Die Anbaugebiete der Partner sind in Niederösterreich – Weinviertel, Waldviertel, Raum St. Pölten – und im Burgenland.

Die enge Zusammenarbeit mit den Bio Landwirten ermöglicht es , den Ursprung der Hanfsamen eindeutig zur jeweiligen Landwirtschaft zurückzuverfolgen. Jederzeit zu wissen, welcher Landwirt hinter welchem Produkt, jeder Charge, steht. Betreuung der Vertragslandwirte vom Anbau bis zur Ernte und der enge persönliche Kontakt zeichnet Hanfland aus.

Die Partner in der Landwirtschaft liefern ihre Hanfsamen unmittelbar nach der Ernte direkt in die Produktion im niederösterreichischen Waldviertel an. Die Anfahrtswege sind kurz und es werden keine Zwischenhändler eingesetzt.

Mehr auf https://www.integrative-ernaehrung.com/blog

Gaumenfreuden in Vietnam

Seit über 20 Jahren liebe ich es zu reisen! Land und Leute kennen zu lernen und vor allem auch die Lebensmittel, Rezepte und Küchen aus anderen Ländern, das interessiert mich schon immer. Was als Studentin mit ersten Reisen nach Malaysia, Indonesien, Philippinen und Australien begann, mündete konsequenterweise in einen fast 3 jährigen Mexiko-Aufenthalt, um dort Diplomarbeit und Dissertation zu schreiben. Viele, die mich näher kennen, wissen, dass die mexikanischen Mayas und ihr Wissen über die Qualität von Lebensmitteln, vergleichbar mit der thermischen Wirkung nach TCM, mein Interesse für die ganzheitliche Sicht auf Lebensmittel geweckt haben, was letztendlich zur Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach den 5 Elementen (TCM) geführt hat. Meine Begeisterung dafür ist die Grundlage für meinen Beruf und mit Begeisterung bin ich seit fast 15 Jahren Ernährungsberaterin, Kochbuch-Autorin, Inhaberin eines Kochstudios und gebe mein Wissen als Dozentin sehr gerne weiter. Was aber durch mein intensives berufliches Leben in den letzten Jahren eindeutig zu kurz kam, war: das Reisen. Als ich dann vor Monaten im Newsletter von meinem Lieblings-Reisebüro Bluebirdtravel von einer kulinarischen Reise nach Vietnam las, hatte ich sofort das Gefühl im Bauch: „DAS will ich machen!“. Und jetzt – einige Monate später kann ich Euch sagen, es war eine der besten und schönsten Reisen meines Lebens!

PhoAm 18. Jänner ging es los nach Vietnam gemeinsam mit meiner Kollegin und Freundin Susanne Lindenthal, die genauso wie ich an gutem Essen, Ess-Kultur und TCM interessiert ist. Viel wusste ich nicht über Vietnam als wir in den Flieger stiegen. Die letzten Wochen vor der Abreise waren beruflich intensiv, ich hatte es grade geschafft ein paar Reiseführer zu besorgen, um mich auf der Reise einzulesen. Was ich aber wusste – ich mag vietnamesisches Essen, besonders die „Pho“, die berühmte vietnamesische Suppe und die vielen Kräuter. Also auf nach Osten, um mehr darüber zu erfahren. Der Rest wird sich schon finden. Und so war es. Dank liebevoll ausgewählter Restaurants und diverser kultureller Programmpunkte und landschaftlicher Höhepunkte ist es uns wirklich gelungen in knapp drei Wochen einiges über Land und Leute zu erfahren. Schwerpunkt war für uns natürlich die Ernährung und das gute Essen, vertieft durch einige Kochkurse.

Sind Vietnamesen Ess-Philosophen?

2016-01-30 07.36.37Was hat mich am meisten beeindruckt? Essen in Vietnam ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Essen ist eine Weltanschauung , ein kulturelles Erlebnis, ein Vergnügen und auch eine Wissenschaft für sich. Ähnlich wie in der TCM werden jedem Fleisch, jedem Gemüse, jeder Flüssigkeit bestimmte Eigenschaften zugesprochen. Das eine ist gut für die Verdauung, das andere für die Leber, wieder ein anderes regt den Kreislauf an, stärkt das Herz oder ist gut für die Männer, womit wohl deren Potenz gemeint ist. Nachdem ich mich mehr mit der Geschichte Vietnams beschäftigt habe, war klar, warum das so ist – über 1000 Jahre herrschen Chinesen in Vietnam und bis heute sind viele Traditionen, auch medizinisch, auf China zurückzuführen. Ich war positiv überrascht, dass die thermische Wirkung der Lebensmittel in Vietnam noch als Allgemeinwissen verankert ist: die eine Frucht macht warm, die andere kühlt die Körpertemperatur. Essen sollte immer ausgewogen sein und die Dualität von Yin und Yang berücksichtigen. Sogar am Frühstücks-Buffet im Hotel wurde auf die 5 Elemente Ernährung hingewiesen!

Oanh SaigonUnsere Reiseführer haben wir mit vielen Fragen gelöchert, vieles wurde geduldig beantwortet, einiges führte zu Erstaunen – es gibt sicher nicht oft Touristinnen, die es so genau mit dem Essen wissen wollen. So richtig kompetent beantwortet wurden viele Fragen dann bei Oanh, unserer Kochkurs-Leiterin in Saigon. Mit ihr  spazierten wir über einen großen Markt in Saigon. Sie selber hat sehr viel Bewusstsein über die gesundheitliche Wirkung von Lebensmitteln, erklärte uns auch, dass Vietnamesen, die auf sich halten bzw. wert auf gesunde Ernährung legen, die traditionellen Süßspeisen, die für das chinesische Neujahr üblich sind, unbedingt selber machen – das was am Markt angeboten wird, ist leider zum Teil auch schon mit Konservierungsmitteln etc. belastet. Da sie selber gerade schwanger ist, wurden wir mit Tipps über milchbildende Lebensmittel und Kraftsuppen überhäuft und wir fanden viele Übereinstimmungen mit unserem klassischen TCM Wissen.

2016-01-29 11.26.43In den diversen Kochkursen durften wir Hand an legen und vietnamesische Speisen selber zubereiten. Was mich überrascht hat ist, wie schnell das alles ging. Klar, vieles war vorbereitet, aber die Alltagsküche von Vietnam kann ja fast schon als Fastfood bezeichnet werden – in 5-10 Minuten waren die meisten Speisen fertig. Begeistert hat mich, wie sehr hier auch auf die Harmonie der Geschmacksrichtungen eingegangen wird. In der Regel beinhalten die Speisen was salziges (Fischsauce), süßes (Zucker), saures (Gemüse oder Obst), bitteres (Kräuter) und was scharfes (Chili). Mit dem TCM Blick darauf sage ich – 5 Elemente Küche pur! Diese Ausgewogenheit unterstützt das Gleichgewicht im Körper und sogar die einfachste Garküche wird diesem Anspruch gerecht. Im Reiseführer finde ich dann auch die Aussage: Vietnamesen sind Ess-Philosophen – ich glaub nur, selber würden sie sich nie so bezeichnen, für sie ist es ganz normal, dass Essen gute Qualität hat und vor allem frisch ist.

Frisch und lebendig

Morning GloryDas mit der Frische hat uns auch Daniel Hoyer bestätigt. Er lebt seit über 10 Jahren in Hanoi, ist Kochbuch-Autor und bietet Touren für Touristen zum Thema Streetfood an. Wir waren einen Tag mit ihm auf den Märkten Hanois unterwegs und fasziniert haben mich seine Schilderungen über Qualität und Frische. Hanoi hat ein Einzugsgebiet mit etwa 6,5 Millionen Einwohner und eine Unzahl an Märkten. Für die tägliche Nahrungszubereitung wird in der Regel frisch am Markt eingekauft. Frisch bedeutet wirklich frisch, dh. vor wenigen Stunden geerntet, geschlachtet oder auch noch lebendig. Was bis heute abend nicht verkauft wird, kommt morgen nicht mehr am Markt – es wird verkocht und verwertet. Lebensmittel am Markt sind in der Regel nur wenige Stunden alt und – für uns Europäer oft schwer mit anzusehen – frisch bedeutet bei vielen Tieren, lebendig. Mit der Entscheidung zum Kauf wird das Tier getötet oder lebendig mit nach Hause genommen. Dieser direkte Bezug zum Töten ist nicht immer leicht mit anzusehen, vor allem entsprechen die Haltungsbedingungen von Fisch, Fröschen, Schlangen und was es sonst so am Markt zu finden gibt, nicht unbedingt unseren Tierschutz-Vorstellungen. Wesentlich wohler gefühlt habe ich mich in der Obst- und Gemüse-Abteilung. Es gibt frische Kräuter und Salate in Unmengen und wirklich alles wird verwertet. Fasziniert hat mich ein kleines Küchengerät zum Aufspalten der Stiele von Morning Glory, das ist Wasserspinat und kommt ganz häufig in der vietnamesischen Küche vor. Verzehrt werden die Blätter, aber für Salate werden auch die Stiele verwendet und da sie – ähnlich wie bei unserem Spinat – etwas grob sind, werden diese mit einem speziellen Gerät in feine Fäden zerteilt. Etliche Marktdamen sitzen den ganzen Tag am Markt und bereiten die Stiele so auf. Auch viele andere Zutaten werden für die schnelle Küche als „convenience food“ aufbereitet, wie z.B. Bananenblüten fein geschnitten oder Kräuter gezupft. Mit solchen vorbereiteten Zutaten ist im Nu eine frische, ausgewogene Mahlzeit zubereitet.

Die Grundpfeiler der vietnamesischen Küche sind Reis, die Fischsauce nuoc mam und frische Kräuter. Viele meinen, in Vietnam isst man besser als in anderen asiatischen Ländern. Das ist auch mein Eindruck nach unserer Reise, wobei ich persönlich auch die thailändische Küche sehr schätze. Die starken Einflüsse von chinesischer und später durch die Kolonialherrschaft französischer Kochkunst führte zu einer originellen, unverwechselbaren Küche. Für europäische Gaumen sind vietnamesische Rezepte weder allzu scharf gewürzt, noch allzu fremd oder exotisch. Die Verwendung von Fischsauce anstelle von Sojasauce und Glutamat und die starke Vorliebe für frische Kräuter machen vietnamesische Speisen leicht und bekömmlich – und für mich persönlich schmecken sie auch differenzierter als die chinesischen Speisen. Hin und wieder hätte es etwas schärfer sein können, aber das ist Geschmackssache.

Unser Reiseverlauf

ReisteigplattenUnsere Reise führte uns von Hanoi im Norden, mit einem kleinen Abstecher in die Halong Bucht, weiter in den Mittelteil von Vietnam. Hoi Ann, heute Weltkulturerbe und für Touristen ein Einkaufsparadies, hat uns trotz schlechten Wetters sehr begeistert. Ein kleiner Fahrrad-Ausflug führte uns in eine Gärtnerei, wo wir die Vielzahl an Kräutern und Gemüsen genauer kennenlernen konnten – sogar ein Salatbeet durften wir anlegen. Über den Wolkenpass ging es dann nach Hue, wo ein kulinarisches Highlight das andere jagte. Die Restaurants und Menü-Auswahl gab uns einen sehr guten Überblick über die dort regionale Küche. Der Besuch einiger Tempel sorgte für Energieverbrauch zwischendurch – wir können ja nicht nur essen…..

In Ho Chi Minh City bzw. Saigon ist der westliche Einfluss am stärksten erkennbar. Die Stadt ist mit anderen Großstädten vergleichbar und nicht mehr so typisch vietnamesisch. Die Saigon Cooking School gab uns weiteren Einblick in die Zubereitung authentischer vietnamesischer Speisen, der Kochkurs war der gemütlichste, weil er fand im Sitzen statt! Für zwei Tage fuhren wir an den Mekong. Am Programm standen vor allem Besuche bei Produzenten. Kleine Familienbetriebe erzeugen Süßigkeiten aus Kokosmilch, gepufften Reis, aber auch Reisnudeln und Reisteigplatten. Wir konnten überall zuschauen und natürlich auch verkosten. Ich hoffe, ich konnte mit dieser Schilderung einen ersten Eindruck vermitteln und vielleicht auch Lust auf eine Reise nach Vietnam machen.

Weitere Bilder findet Ihr auf Flickr

Alles was ich lernen durfte, gebe ich natürlich gerne weiter und lade herzlich ein zum

SalatKochkurs „Vietnamesisch kochen“ am 16. Februar 2017   im essen:z kochstudio,

Infos und Anmeldung bei Monika Niederle 0681-20408485 bzw. Office@essenz.at

Außerdem möchten wir nochmals nach Vietnam – voraussichtlich 2018 – 2 Wochen im Zeitraum Jänner bis März. Interessenten für eine weitere kulinarische Reise melden sich bitte unter office@essenz.at – wir freuen uns auf genussfreudige Mitreisende!

 

Weihnachtsbäckerei. Gibt es eine gesunde Alternative?

Nicht nur zur Weihnachtszeit…..

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Und viele ahnen schon, was passieren wird. Nicht nur, dass die Temperaturen sinken, die Tage kürzer und die Nächte länger werden. Wir ziehen uns auch mehr zurück, kuscheln in den eigenen vier Wänden statt im Schnee zu joggen, trinken Tee statt Sommercocktails und essen Kekse. Viele Kekse. Und somit sind wir beim Thema. Weihnachtsbäckerei verführt um diese Zeit an jedem Glühweinstand, bei jedem Kaffeekränzchen und natürlich zu Hause in der Speisekammer mit ihrem herrlichen Duft nach Gewürzen. Das Gute ist, dass Weihnachtsbäckereien für alle Sinne eine Leckerei sind. Die unangenehme Nebenwirkung: Sie sind meist recht fett und sehr süß – Extra Kalorien also. Jetzt kann man natürlich sagen, das ist nur einmal im Jahr, da schlägt man ein bisschen über die Stränge, und dann ist das Schlemmen eh wieder vorbei. Bei manchen Menschen funktioniert das, und kleine „Sünden“ hin und wieder haben keinen Einfluss auf das Körpergewicht. Manche sind auch diszipliniert und gleichen mit mehr Sporteinheiten aus. Bei anderen wiederum verursachen die vielen Weihnachts-Naschereien ein paar Kilo mehr um die Hüften. Oder auch andere Symptome wie Verdauungsprobleme, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Hautausschläge. Denn viele der leckeren Zutaten machen leider nicht nur dick, sondern auch krank, bei einer Nuss-Allergie oder Weizen-Unverträglichkeit zum Beispiel.  Damit man aber nicht ganz auf die leckeren Süßigkeiten verzichten muss, kann man zumindest bei der eigenen Weihnachtsbäckerei etwas ändern und zu den richtigen Zutaten greifen.

Backe, backe Kuchen…….

Kekse backen gehört zu den Freuden der Vorweihnachtszeit. Im Handel gibt es Weihnachtsgebäck zum Kilopreis, aber die Adventstimmung und die wohlriechenden Düfte in der Küche bekommen Sie bei Fertigkeksen nicht mitgeliefert. Nutzen Sie die langen Winterabende, um gemeinsam mit der Familie Weihnachtsgebäck selbst zu backen. Kinder lieben meist das kneten, ausstechen, Kipferl formen und haben einen großen Spaß am Treiben in der Küche.

Kinderhaende_klein Hier unser Kinderkochkurs – Backe, backe Weihnachtskekserl (mit Mag.Claudia Pirko-Königsberger)
Mo., 7. Dezember 2015 von 09:30 bis 12:00 Uhr
Kosten: 38€ (Geschwisterkinder 30€)

Unklar ist, wo der Brauch für Weihnachtsbäckerei herkommt. Eine Theorie nimmt an, dass Bäckereien einen heidnischen Ursprung haben und als Opfergaben für die Götter bestimmt waren. Das Christentum hat die heidnischen Symbole der Gaben dann umgedeutet und sich diesen Brauch für das christliche Weihnachtsfest zu eigen gemacht. Der Christstollen stellte angeblich im Ursprung germanische Stützsäulen dar und wurde dann zum gewickelten Jesukind uminterpretiert. Eine andere Theorie ist etwas bodenständiger. Sie besagt, dass Kekse vor allem deshalb gebacken wurden, um Lebensmittel, die im Herbst geerntet wurden länger haltbar zu machen.

Lebkuchen zählt zu den ältesten Gebäckarten. Abgeleitet ist er vom Honigkuchen, der als Grabbeigabe bei den alten Ägyptern gefunden wurde. Ab dem 13. Jahrhundert gab es in Europa Gewürze wie Pfeffer, Kardamom oder Nelken und es wurden in großen Handelsstädten wie Nürnberg mit Mehl und Honig die ersten Lebkuchen gefertigt.

Selbstgemachtes ist übrigens auch eine nette Geschenk-Idee

In einer schönen Dose oder einem netten verpackten Schuhkarton mit Seidenpapier und Schleife – die Beschenkten werden bei jedem Bissen genussvoll an Sie denken!

Auch in unserem Workshop für  Kulinarische Weihnachtsgeschenke (mit Michaela Hauptmann) wird gebacken.
Di., 8. Dezember 2015 von 14:00 bis 18:00 Uhr
Mi., 9. Dezember 2015 von 18:00 bis 22:00 Uhr

 

 

Doch jetzt zu den wichtigsten Zutaten, die beim Backen verwendet werden:

SONY DSCWerfen wir einen Blick auf die wichtigsten und gängigsten Zutaten für Weihnachtsbäckerei: Weizenmehl, Eier, Milch, Zucker, Butter. Und natürlich die vielen verschiedenen Gewürze und anderen Zutaten, die für die Geschmacksvarianten verantwortlich sind: Zimt, Kardamom, Nelken, Anis, Sternanis, Vanille, Kokos, Mohn, Kakao, Nüsse.

Weizenmehl wird am häufigsten verwendet und das hat einen ganz einfachen Grund: Durch den hohen Kleberanteil weist es eine sehr gute Backqualität auf. Das heißt, der Teig wird elastisch, gärfreudig und läßt sich auch gut mischen. Dinkel ist das einzige Getreide mit ähnlichen Back-Eigenschaften und ist der ideale Ersatz für Weizenmehl. Roggen hat zwar auch einen hohen Kleberanteil, aber auch Schleimstoffe, weshalb er für Kleingebäck ungeeignet ist und vorwiegend bei der Brotherstellung Verwendung findet. Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Quinoa und Reis sind glutenfreie Getreidesorten. Mehle daraus können auch von Menschen, die an Zöliakie oder Sprue leiden, verwendet werden. Der Nachteil dieser Getreidesorten ist, dass sie eben glutenfrei sind und somit kein Kleber-Eiweiß enthalten, welches für die guten Back-Eigenschaften verantwortlich ist. Sie sind deshalb zum Backen nur begrenzt einsetzbar, können aber gut mit anderen Getreiden vermischt werden, was zumindest bei Weizen-Unverträglichkeiten sehr hilfreich ist.

Für eine ausgewogene Ernährung empfiehlt es sich generell, Weizenmehl so oft wie möglich durch andere Mehlsorten und andere Getreide zu ersetzen bzw. zumindest zu vermischen. Je größer die Vielfalt, desto besser ist auch unser Körper mit den richtigen Mineralstoffen und Vitaminen – trotz „Kekserl-Sünde“ – versorgt.

Den weißen Industriezucker kann man in den meisten Rezepten stark reduzieren, außerdem gibt es auch hier Alternativen: Rohrzucker stammt im Gegensatz zum weißen Industriezucker, der aus der Zuckerrübe hergestellt wird, vom Zuckerrohr. Durch die schonende Verarbeitung bleiben die meisten Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten. Brauner Zucker ist mit Melasse eingefärbter oder karamellisierter weißer Zucker. Er ist also nur bedingt besser als der herkömmliche Haushaltszucker bzw. müssten größere Mengen konsumiert werden, damit der Mineralstoffanteil aus der Melasse einen gesundheitlichen Effekt hat. Und zu viel Zucker ist generell nicht zu empfehlen.

Eine weitere Alternative sind Dicksäfte aus Äpfeln oder Birnen, die ähnlich wie Honig anzuwenden sind. Vorsicht ist allerdings geboten: die enthaltene Fruchtsäure bringt Milch zum Gerinnen. Honig enthält sehr wertvolle Enzyme, die leider nicht hitzebeständig sind. Deshalb ist er zum Kochen oder Backen nur bedingt geeignet, besser zum Nachsüßen oder Verfeinern von Desserts verwenden. Aber auch Ahornsiurp, Agavendicksaft oder Getreidemalz sind alternative Süßungsmittel. Nach dem Motto „würzen statt zuckern“ können Sie durch vermehrten Einsatz von Gewürzen den Zuckergehalt Ihrer Weihnachtsbäckerei heruntersetzen.

Die Gewürze Zimt, Nelken, Kardamom, Anis und Sternanis gehören unbedingt zur Weihnachtsbäckerei. Nach traditionelle chinesischer Medizin gehören sie zu den wärmenden Zutaten, was bei tiefen Temperaturen besonders gut tut und vor Erkältungen schützt.

Anis erinnert mit seinem würzig-süßen Geschmack an Lakritze. In der indischen Küche wird Anis Curry-Mischungen beigemengt, hierzulande verfeinert er Kompotte, Brot und Weihnachtsgebäck. Als Tee nutzt man auch gerne seine verdauungsfördernde Wirkung.

Sternanis schätzt man in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon seit 5000 Jahren, er wärmt und stärkt die Nieren. Er erinnert geschmacklich an Anis, ist allerdings etwas voller und würziger, auch leicht scharf. Er eignet sich auch hervorragend für Teegebäck oder verfeinert Tees, Glühwein oder Grog.

Die Gewürznelke ist eines der ältesten Handelsgüter. Im Mittelalter wurden sie – ihrem Aussehen entsprechend – „negellin“ (Nägelchen) genannt. Der Inhaltsstoff Eugenol gibt dem Gewürz sein herb-würziges Aroma. Nelken-Tee hilft bei Magen-Verstimmungen oder auch bei Zahnschmerzen, dazu am besten eine Gewürznelke kauen.

Der sehr feine Ceylon-Zimt schmeckt wesentlich milder als der scharfe und billigere Cassia-Zimt aus China. Sein Inhaltsstoff Cumarin kann in zu hohen Dosen eine leberschädigende Wirkung haben, die immer wieder zu Diskussionen führt. Kinder sollten deshalb nicht zu große Mengen an Gebäck mit hohem Zimtanteil essen, in haushaltsüblichen Mengen ist Zimt aber ein unverzichtbares Gewürz.

Kardamom ist nach Safran und Vanille das teuerste Gewürz der Welt. Der kräftige, warme Duft der Kardamom-Samen ist unverwechselbar. Sie haben ein leicht zitronenartiges Aroma, das an Eukalyptus erinnert. Kardamom gilt als krampflösend, verdauungsfördernd und steigert auch die Gedächtnisleistung.

Echte Vanille hat einen intensiven Duft und ihr exotisches, warmes Aroma ist unvergleichlich. Ihr wichtigster Aromastoff ist Vanillin. Vanillin kann auch künstlich aus Abfallprodukten der Papierherstellung oder aus Eugenol, im ätherischen Nelkenöl, hergestellt werden. Am besten schmeckt aber natürliches Vanillemark. Dazu die Schote längs halbieren und das Mark mit einer Messerspitze heraus schaben oder die Schoten einfach mit kochen. Die Wirkung von Vanille ist beruhigend, harmonisierend und wohltuend für die Verdauung.

Die heimischen Walnüsse und Haselnüsse werden im Spätherbst geerntet und schmecken jetzt besonders gut. Spezialitäten aus der ganzen Welt ergänzen das Angebot: Mandeln aus den Mittelmeerländern und, Cashew-Kerne aus Asien und Afrika, Macadamia-Nüsse aus Australien, Paranüsse aus Südamerika und Pekan-Nüsse aus den USA und Mexiko. Die einst als Dickmacher verpönten Nüsse gelten inzwischen als Gesundheitsbringer. Das günstige Fettsäureprofil wirkt sich positiv auf Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Fettstoffwechsel aus. Aber auch andere Inhaltsstoffe wie Vitamin E, Folsäure, Vitamin B6, Niacin, Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Kalium, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe tragen dazu bei. Experten empfehlen deswegen, täglich eine kleine Handvoll ungeröstete und ungesalzene Nüsse zu essen. Eingekauft werden Nüsse am besten mit Schale, denn so halten sie sich am längsten. Angeschimmelte und dunkel verfärbte Nüsse sind für den Verzehr nicht geeignet. Schmeckt eine Nuss bitter oder seifig, sollte sie nicht geschluckt, sondern ausgespuckt werden. Der Schütteltest zeigt, ob die Ware frisch ist. Klappert die Nuss in der Schale, ist sie eingetrocknet und damit alt. Nüsse schmecken am besten, wenn sie erst direkt vor dem Verzehr geknackt werden. Was gibt es auch schöneres als an einem kalten Winterabend bei Kaminfeuer oder Kerzenschein Nüsse zu knacken?

Was aber macht ein Nussallergiker? Vollkommen auf Nüsse im Feingebäck verzichten? Keineswegs. Eine gute Alternative kann die  Erdmandel sein. Die Erdmandeln werden leider im englischen irrtümlich als Nuss („tigernut“) bezeichnet. Es handelt sich dabei aber um die  unterirdisch wachsenden Knollen einer Grasart – dem Riedengras.  Die Araber brachten das krautige Gewächs nach Spanien, wo der Anbau bis heute eine lange Tradition hat. In Österreich erhalten Sie Erdmandeln in Naturkostläden oder im Reformhaus. Die braunen, haselnussgroßen, stark ölhaltigen „Knollen“ sind essbar und werden meist in gemahlener Form als Flocken oder Mehl angeboten. Getrocknete Erdmandeln oder Erdmandelmehl bestehen zu etwa 30 % aus Kohlenhydraten, 25 % Fett (vorwiegend wertvolle ungesättigte Fettsäuren), einem hohen Ballaststoff-Anteil von etwa 25 % und etwa 7 % Eiweiß. Sie sind besonders reich an Kalium, Eisen, Magnesium und Zink, sowie Vitamin E und C und somit rundum eine gesunde Sache. Diabetiker nutzen sie gerne wegen ihrer natürlichen Süße. Der hohe Ballaststoff-Anteil wirkt fördernd auf die Verdauung, wichtig ist aber eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, damit diese gut quellen können. Die Verwendung und auch der Geschmack sind geriebenen Haselnüssen oder Mandeln ähnlich.

Bei Laktose-Intolernaz oder Milcheiweißallergie brauchen Sie auch nicht auf leckere Weihnachtsbäckerei verzichten zu müssen. Sie können auf laktosefreie Milchprodukte zurückgreifen oder bei Milcheiweißallergie auf Getreidemilch (z.B. Reismilch, Hanfmilch) oder Sojamilch ausweichen.

Nutzen Sie also die langen Winterabende, um gemeinsam mit der Familie Weihnachtsgebäck selbst zu backen. Kinder lieben meist das Ausstechen, Kneten und Kipferl formen und sie lernen dabei, welche leckeren Zutaten in einem Weihnachtskeks versteckt sind.

Hier ein paar Rezepte und Anregungen:

Knuspriges Reisgebäck
Zutaten: 500 ml (Soja- oder Reis)Milch, 1 EL Vanillezucker, 125 g Rundkornreis, 150 g Trockenfrüchte (z. B. Marillen, Zwetschken, Rosinen), 50 g gekochte Maroni, 25 g Cashewkerne, 2 Eier, 2 EL Kokosflocken

Zubereitung: Backofen auf 180 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Milch mit Vanillezucker und Rundkornreis aufkochen und zugedeckt auf kleiner Flamme 20 Minuten ausquellen lassen. Inzwischen die Trockenfrüchte und Maroni in kleine Würfel schneiden. Den gekochten Reis mit Trockenfrüchten, Maroni, Cashews, Eiern und Kokosflocken gut verrühren. Mit feuchten Händen kleine Bällchen formen und auf das Backblech legen.  Das Reisgebäck im Backofen 30–35 Minuten backen.

Energiekugeln
Zutaten:  60 g Datteln, 50 g Softfeigen, 20 g Rosinen, 50 g Walnüsse, 1 EL Honig, 2 EL Kokosraspeln, ca. 1 cm geschälter Ingwer, 2 EL schwarzer Sesam, Saft einer halben Zitrone, eine Prise Kakaopulver

Zubereitung: Datteln entkernen. Mit dem Blitzhacker Datteln, Feigen, Rosinen, Walnüsse und Ingwer fein hacken. Alles in eine Schüssel geben und mit Honig und schwarzem Sesam, einem Spritzer Zitronensaft und Kakaopulver vermischen. Kokosraspeln in eine kleine Schüssel geben. Mit feuchten Händen aus der Masse kleine Kugerln formen und diese in den Kokosraspeln wälzen.

Küchentipp: In einer gut verschließbaren Dose sind die Energiekugeln 1-2 Wochen haltbar und können so jederzeit ein Energiehappen sein.

Erdmandelkekse  (Quelle: www.erdmandel.com) ca. 24 Kekse
Zutaten: 125 g Butter, 150 g Zucker, 150 g Erdmandelmehl, 350 g Hafermehl, 1  TL Backsoda (kein Backpulver), 200 g Rosinen

Zubereitung: Backofen auf 200ºC vorwärmen. Butter und Zucker in einer Schüssel vermischen. Erdmandelmehl mit Hafermehl und Backsoda in einer Schüssel mischen und unter den Butterabtrieb mengen. Rosinen unterheben. Den fertigen Teig mit feuchten Händen zu nussgroßen Kugeln formen und anschließend platt drücken. Backblech mit Backpapier auslegen, Kekse darauf verteilen und 10-12 Minuten im vorgeheizten Backofen backen, bis sie goldfarben sind.

Laktosefreier Weihnachtsstollen (Quelle: Die Magie der Küche, Edition Grüne Erde)
Zutaten: 500 g Mehl, 1 TL Salz, 50 g Germ, 1 Dotter, 1/8l laktosefreie Milch oder Reismilch, 100 g Zucker, 100 g Schweineschmalz, 50 g Butter, Schale einer halben Zitrone, 100 g Zitronat, 40 g Orangeat, 150 g Rosinen, 3 EL Rum

Zubereitung: Am Vorabend Zitronat, Orangeat und Rosinen im Rum einweichen. Die Milch zimmertemperieren und in die Hälfte davon die Germ einbröseln und verrühren. Die andere Hälfte der Milch mit Zucker, Salz, Zitronenschale und Dotter verrühren. Das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und eine Mulde machen. Nach und nach beide Flüssigkeiten hineingießen und das Ganze zu einem Teig verkneten. Schweineschmalz etwas wärmen und auch in den Teig einarbeiten, den Teig solange kneten, bis er sich von den Fingern lösen lässt. Die in Rum eingeweichten Zutaten untermischen. Den Teig zu einer Kugel formen und mit einem sauberen Geschirrtuch bedeckt an einem warmen Ort 2 Stunden gehen lassen. Danach noch einmal gut durch kneten, zu einem ovalen Stück formen und auf dem befetteten und bemehlten Backblech noch einmal zugedeckt 30 Minuten rasten lassen. Mit laktosefreier Milch oder Reismilch bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 45 Minuten backen. Den heißen, fertigen Stollen mit zerlassener Butter bestreichen.

 


Weitere Tipps und Rezepte erhalten Sie natürlich auch in unserem Ganztagesworkshop mit dem Thermomix Kekse backen  (mit Mag. Susanne Lindenthal)
am Sa., 12. Dezember 2015 oder kommen Sie zu unserem Workshop für Kulinarische Weihnachtsgeschenke (mit Michaela Hauptmann) am 8. bzw. 9. Dezember 2015.
Wir backen aber auch auch mit den Kleinsten, beim  Kinderkochkurs – Backe, backe Weihnachtskekserl (mit Mag.Claudia Pirko-Königsberger) am Montag dem  7. Dezember 2015.

Und wer gar keine Zeit hat um selber zu backen, ist herzlich bei unserem Advent Late Night Shopping eingeladen.

 

Ich wünsche eine wunderschöne Einstimmung auf die Adventszeit und duftende Küchen!

Dr. Claudia Nichterl

www.essenz.at
office@essenz.at